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Meine Stadt Hannovers Wirtschaft hat viele Wünsche - die Bilder
Hannover Meine Stadt Hannovers Wirtschaft hat viele Wünsche - die Bilder
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11:09 08.01.2013
WIRTSCHAFTSKRÄFTE: Keksfabrikant Werner Bahlsen, IHK-Präsident Hannes Rehm und Messe-Chef Wolfram von Fritsch. Quelle: Surrey
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Dabei zeigte sich der Verbandschef zunächst einmal sehr gelassen.

„Die konjunkturelle Lage in Niedersachsen ist weitgehend stabil“, sagte Rehm. Nach einer Wachstumspause im Winter erwarte man für das Jahr 2013 wieder volle Auftragsbücher und gute Geschäfte. Größte Gefahr für die Wirtschaft sei die Schuldenkrise der Eurozone. Die betroffenen Euro-Länder müssten Reformen anstoßen, forderte Rehm, sah aber auch Deutschland in der Pflicht: „Möglicherweise bedarf es einer noch größeren Leistungsbereitschaft auch unseres Landes.“

Eine ernsthafte Gefahr für die Wirtschaft sei der Fachkräftemangel, der durch die schleichende Überalterung der Gesellschaft noch verstärkt werde. Die Politik müsse dafür sorgen, dass jeder Schulabgänger die Grundfähigkeiten Rechnen, Schreiben und Lesen beherrsche. Darüber hinaus müsse es mehr Programm geben, um etwa die geschaffte Leistung von Studienabbrechern anzuerkennen, um sie schneller qualifizieren zu können. Außerdem bedürfe es größerer Anstrengungen, um Frauen wieder in die Berufswelt einzubinden, so Rehm.

Ein Hinweis, den Ministerpräsident David McAllister (CDU) in seiner Rede aufnahm. Niedersachsen habe seit 2008 rund 30000 Krippenplätze für unter Dreijährige geschaffen. Das werde aber nicht ausreichen. „Wir wollen 2014 eine Quote von 40 Prozent erreichen. Ich gehe davon aus, dass sich der landesweite Bedarf zum Ende der Legislaturperiode bei 50 Prozent einpendeln wird.“

McAllister sagte der IHK außerdem zu, sich für weitere ihrer Forderungen stark zu machen: Strompreise in der Energiewende bezahlbar zu halten, die A2 und die A7 auszubauen und die öffentlichen Haushalte zu konsolidieren. McAllister appellierte aber auch an die anwesenden Unternehmer, in Branchen ohne Tarifbindung tarifliche Mindestlöhne einzuführen. „Was ich nicht will, ist ein gesetzlich festgelegter, bundesweit einheitlicher Mindestlohn“, so der Regierungschef.

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