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freie fahrt fürs rad: Bei der Aktion Stadtradeln Ende Mai hat das schon geklappt – hier auf der Hochstraße.

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© Foto: Behrens

Mehr Geld, mehr Sicherheit

Hannovers Rat steht aufs Rad

200 Jahre Geburtstag des Rades – im Rat lieferte das den Grünen den Grund, sich für einen Ausbau und die Sanierung von Fahrradwegen in der Stadt einzusetzen. Und alle waren dafür.

Hannover. Mit dem Rad zur Schule, zur Arbeit, zum Einkauf oder in die Freizeit – bislang bewegt sich so jeder fünfte Hannoveraner. Bis 2025 aber soll der Radverkehrsanteil auf 25 Prozent steigen, also gleichauf liegen mit Autos, Bussen und Bahnen oder der Bewegung zu Fuß. Dafür gelte es noch viel zu tun, hat Hannovers Rat gestern eingeräumt.

Anlass zum Bekenntnis für das Fortbewegungsmittel, das gerade seinen 200. Geburtstag feierte, hat eine Aktuelle Stunde der Grünen geliefert. Elisabeth Clausen-Muradian rief in Erinnerung, wie am 12. Juni 1871 Karl Drais erstmals mit seiner Laufmaschine (Draisine) durch Mannheim fuhr. Seitdem habe sich viel getan – doch längst nicht genug.

Freya Markowis, die Fraktionschefin der Grünen, fordert einen „Quantensprung“ für den Radverkehr. Denn nur so ließen sich Probleme lösen wie Luftverschmutzung im Allgemeinen und Stickstoffdioxid-Belastung im Besonderen, zu viel Autoverkehr in der City, ein Verlust an Aufenthalts- und damit Lebensqualität.

Wer jetzt erwartet hätte, dass die anderen Ratsfraktionen abwinken würden, lag falsch. Für die SPD sagte Lars Kelich, ein Ausbau der Infrastruktur sei dringend notwendig. Neue Verkehrskonzepte müssten her, auch in der Logistik. Mobilität sei „eine entscheidende Frage der Gerechtigkeit“.

Für die CDU beklagte Felix Blaschzyk , dass noch immer Initiativen für Fahrradverleihsysteme fehlten. Gerade am Stadtrand gebe es Lücken im Radwegenetz. Nicht nur Bau und Ausbau müsse gefördert werden, sondern auch die Sanierung. Breitere Wege für mehr Sicherheit wollen die Linken. Das Rad müsse neben Autos und Öffis als „gleichberechtigte Form der Fortbewegung“ wahrgenommen werden, meinte FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke. Die Hannoveraner mahnten Investitionen wie Fahrradparkhäuser an.

Markowis kündigte an, nach der Sommerpause des Rates ein Konzept für den Ausbau des Radverkehrs vorzulegen. Dass von 2008 bis 2006 die Zahl der Autos um elf Prozent zugenommen habe, sei Grund genug, jetzt mehr für den Radverkehr zu leisten.

Von Vera König


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