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Meine Stadt Hannovers Politik will wilde Baum-Ablagen verhindern
Hannover Meine Stadt Hannovers Politik will wilde Baum-Ablagen verhindern
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00:17 09.02.2018
HINWEIS: So könnte vielleicht die Beschilderung der offiziellen Ablagestellen aussehen. Eine Orientierungshilfe für alle.  Quelle: Martin Voss (Grafik)
Hannover

 Für diese Jahr ist der Zug – oder vielleicht besser der Schlitten – zwar schon abgefahren, dennoch ist die CDU am Montag im Umweltausschuss mit ihrem Vorschlag, die Entsorgung von Weihnachtsbäumen zu optimieren, auf offene Ohren gestoßen.

Der Abtransport der alten Tannen von den offiziellen Ablagestellen ist längst gelaufen. Doch noch immer würden Bäume an 20 bis 30 illegalen Ablageplätzen im gesamten Stadtgebiet herumliegen, so der umweltpolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Maximilian Oppelt: „Das ist ein jährliches Ärgernis!“ Die Union hatte daher beantragt, die Stadt solle mit dem Abfallentsorger Aha klären, inwieweit dem Problem nicht etwa mit einer temporären Beschilderung der regulären Abladestellen beizukommen wäre.

Oppelt glaubt nicht, dass die illegale Ablage immer aus böser Absicht geschehe. Trotz der Bekanntgabe der offiziellen Sammelstellen in diversen Veröffentlichungen auch in der Presse würden viele Menschen davon gar nichts wissen. „Sie legen die Bäume an Stellen ab, die sie gewöhnt sind.“ Da Aha aber die Anzahl der Sammelplätze verringert hat, ist der gewohnte Platz aber oftmals einer, der nicht mehr angefahren wird.

Weihnachtsbäume werden abtransportiert

Zwar wurde die genannte Anzahl wilder Ablagestellen von einigen im Gremium mit Skepsis aufgenommen, der Antrag der CDU jedoch weitgehend begrüßt. Die Ampelkoalition ergänzte ihn mit Hilfe eines Änderungsantrags sogar. Danach sollten die offiziellen Ablagestellen auch per Push-Information über die Aha-App per Handy und auch über das städtische Geoinformationssystem GIS abzurufen sein. Beide Anträge wurden mit nur einer Gegenstimme angenommen.

Trotz breiter politischer Zustimmung blieb Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette skeptisch: „Ich glaube nicht, dass sich das Problem so lösen wird“, sagte sie. „Wer sich nicht informiert, wird sich auch nicht nach Schildern richten.“ Aha entsorgt im Rahmen der Sperrmüllabfuhr auch wild abgelegte Weihnachtsbäume. „Das führt aber leider zu zusätzlichen Kosten, die durch die Gebührenzahler gleichermaßen getragen werden müssen“ so Sprecherin Helene Herich.

Von Andreas Krasselt

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