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Meine Stadt Hannovers OB-Kandidaten zur Hochstraße
Hannover Meine Stadt Hannovers OB-Kandidaten zur Hochstraße
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15:26 25.03.2013
Wie sieht die sanierte Raschplatz-Hochstraße aus? Ein NP-Leser schickte diesen Vorschlag ein,.
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Hannover

Reicht es, nur die Fahrbahnen zu erneuern und die Schäden zu kitten? 3,5 Millionen Euro will die Stadt ab 2014 für die Raschplatz-Hochstraße ausgeben. Damit der Verkehr weiter fließen kann, nicht unbedingt, damit es auch schöner, freundlicher, heller oder bunter wird.

Stefan Schostok, der im September für die SPD zum neuen Oberbürgermeister gewählt werden will, glaubt, dass man die Hochstraße besser und attraktiver machen kann.

„Durch die Sanierung wird es zwar ohnehin schon viel schöner werden als jetzt, davon kann man ausgehen. Dennoch fände ich ein neues Beleuchtungskonzept gut“, so Schostok. „Aber ich bin auch für Kunst am Bau offen, wenn sich geeignete Initiativen finden.“ Wie diese Kunst aussehen könnte, müsste in der kulturinteressierten Stadtgesellschaft diskutiert werden - das sei nicht von oben zu verordnen.

Was kann getan werden, um der massiven, 500 Meter lange Betonbrücke im Herzen Hannovers mehr Leichtigkeit zu geben? Diese Frage stellte die NP auch den beiden Konkurrenten von Schostok. Es ist das erste mal, dass sich alle drei als OB-Kandidaten zum gleichen Thema äußern. Erstaunlich: So weit liegen sie gar nicht auseinander.

Lothar Schlieckau geht für die Grünen in das Rennen um das Rathaus. Er sagt: „Was ich mir vorstellen kann, sind temporäre Kunstaktionen an der Brücke, die durch Sponsoren unterstützt würden. Denn städtisches Geld wird es dafür nicht geben können. Schließlich haben wir an vielen anderen, noch wichtigeren Stellen auch einen erheblichen Finanzierungsbedarf.“ Denkbar sei für ihn etwa eine gemeinsame Aktion mit den Anliegern. Wahrscheinlich müsste man die aber alle fünf Jahre wiederholen. Schließlich würde ein Kunstwerk an dieser Stelle irgendwann auch an Kraft verlieren, da die Farben verblassen, so Schlieckau.

Für Matthias Waldraff, den OB-Kandidaten der CDU, ist in erster Linie wichtig, dass jede neue Lösung mit der Umgebung harmonieren müsse. Er favorisiert eine energiesparende und kostengünstige Lichtinstallation, kann sich aber auch eine kunstvolle Bemalung der grauen Wände vorstellen. „Das muss keine Millionen kosten! Kreativität ist nicht eine Frage des Geldes. Wir haben großartige Kompetenzen in unseren Hochschulen, die kann man nutzen“, so Waldraff. „Ganz Hannover muss da mit einbezogen werden. Was wir an dieser Stelle brauchen ist eine wirkliche Bürgerbeteiligung, bei den Ideen und bei der Finanzierung.“ Jeder Vorschlag sei ihm willkommen. Aber: „Es darf nicht so grell sein, dass 90 Prozent der Bürger da nicht mehr lang gehen wollen. Aber ich brauche da auch keinen dunklen Betonklotz.“

Sicher ist: Egal wer von den drei Kandidaten es am Ende wird - mit dem nächsten OB könnte die graue Raschplatz-Hochstraße zu einem ziemlich großen Kunstobjekt werden.

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