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Grand Prix

Porträt: Das ist Lena

Süß, sexy, schlagfertig - Lena Meyer-Landrut setzt auf Kleinmädchen-Charme. Ihrem Entdecker Stefan Raab, Jury- Präsident der Castingsendung „Unser Star für Oslo“, hatte es die 18- jährige Hannoveranerin schon lange angetan. „Du bist ein Chamäleon, eine Gazelle, eine Nachtigall, ein Wolpertinger (Mischwesen)“, schwärmte er. Zwischen Schule, Schreibtisch und Show pendelte die Schülerin in den vergangenen Wochen, sie steckt mitten im Abitur- Endspurt. Schon im April wollte sie eigentlich ihr Abi machen - ob dafür nun noch wirklich Zeit bleibt?
In der sechs Wochen langen Auswahlprozedur für den Eurovision Song Contest (ESC) galt die Jungmusikerin mit ihrer außergewöhnlichen Liedauswahl von Beginn an als Favoritin. Sie sang „My Same“ von Adele, „Foundations“ und „Mouthwash“ von Kate Nash oder „The Lovecats“ von The Cure. Wird Lena nach der ihrer Meinung nach größten Musiklegende gefragt, antwortet sie mit Falco (1957-1998). Ihre musikalischen Vorbilder sind Musiker wie Clueso, Adele, Kate Nash, Vanessa Carlton und die deutsche Band Wir sind Helden. Den englischen Sänger und Pianisten Jamie Cullum und den US-Sänger Kanye West würde sie gerne mal treffen. Was nicht in ihrem CD-Spieler landen würde? „Aprés-Ski-Musik“.
Im Online-Netzwerk Facebook wuchs Lenas Fan-Gemeine rasant an:
Mehr als 16 000 Anhänger hatte sie dort am Abend der Entscheidung. Ein bisschen Nora Tschirner, ein bisschen Björk und ein bisschen Joe Cocker erkannte Entertainerin Barbara Schöneberger, als sie in der Jury saß, in Lena - und fand das „spitze“. Sich selbst beschreibt Lena, der für Gesangsunterricht das Geld fehlte, als einen Menschen, der versucht, bei trister Stimmung den Menschen ein bisschen Freude zu bringen. „Und jetzt so vielen Menschen Freude zu bringen, vielleicht eine Minute, ist doch gut“, sagte sie im Halbfinale.
Wie ihre gleichaltrige Konkurrentin Jennifer Braun gehörte Lena zu den „Showküken“, die - wie Raab es nannte - schüchtern und ohne viel Erfahrung an den Start gingen. Die große Bühne war ihr bis zum Oslo- Casting fremd, sie ging jahrelang zum Ballett, Jazz- und Showdance und wirkte als Komparsin in TV-Serien mit. Wäre der Traum vom ESC- Finale geplatzt, hätte Lena dennoch eine Karriere im Musikbereich angestrebt. „Sonst im kreativen Bereich in Richtung Schauspiel oder Kunst“, sagte sie. Mit dem Oslo-Ticket in der Tasche wollte sie am Tag nach ihrem bislang wichtigsten Auftritt zunächst erst einmal nur eines: „Schlafen!“ dpa

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