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PLAN KRONSBERG-SÜD: Zwischen Stadtbahn und Haltestelle Messe-Ost (unten Mitte) und dem existierenden Kronsberg-Nord (links oben anschließend).

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STADTPLANUNG

Kronsberg-Süd: Ein Schritt weiter

Am Rande von Bemerode und Mittelfeld soll das Wohngebiet Kronsberg-Süd entstehen. Jetzt stellte die Stadtverwaltung den aktuellen Stand der Planung vor. Im Lauf der Diskussionen mit Bürgern und Experten wurden auch zwei markante Punkte gestrichen.

HANNOVER.  In Sachen Kronsberg-Süd ist die Bauplanung einen Schritt weiter: Nachdem vor gut einem Jahr die ersten Ideen vorgestellt und die Meinung der Bürger aus Bemerode und Mittelfeld gehört wurde, haben Stadtverwaltung und Expertenkreis die Vorstellungen für das anstehende größte hannoversche Bauprojekt konkretisiert und viele Rahmenbedingungen festgeklopft – sowie eine „Gebrauchsanweisung“ für künftige Bauträger und deren Architekten verfasst. Das Ergebnis wurde Dienstagnachmittag den Medien vorgestellt, am Abend der interessierten Öffentlichkeit am Kronsberg.

In dem Bauprojekt sollen bis etwa im Jahr 2030 gut 3500 Wohnungen für etwa 9000 Menschen entstehen, es soll sechs Kindertagesstätten und eine Grundschule geben. Überwiegend soll nach vier Stockwerken Schluss sein, am Rand als Lärmschutz geht es auch fünf-geschossig.

Laut Baudezernent Uwe Bodemann gibt es eine „sehr, sehr starke Nachfrage aus der Wohnungswirtschaft – nicht nur regional!“. Er hält es für möglich, „dass wir noch in diesem Jahr Grundstücke verkaufen“. Wer dort bauen will, wird für sein Objekt einen Architektenwettbewerb ausrufen – und muss sich an die von der Stadt aufgestellte „Gebrauchsanweisung“ halten. Die gibt etwa vor, wie Stellplätze anzulegen sind, wo Fahrräder untergebracht werden sollen, wo der Müll gelagert wird, wo Putz, wo Ziegel gewollt sind.

Bodemann freut sich, dass im Haushalt 2017/18 vom Stadtrat Geld für das Projekt bereitgestellt wurde – damit soll schon im Jahr 2018 die „Baustraße Kattenbrookstrift – Lissabonner Allee gebaut werden – an der alles hängt“. Sie wird später die Hauptstraße durch das Wohngebiet sein. Den Bebauungsplan möchte er gerne im Januar 2018 dem Rat vorlegen.

Im Laufe der Diskussion hat sich das Planungsteam auch von zwei Sachen verabschiedet: Die geplanten „Mini-Kreisel“ als Tempodrosseln auf der Hauptdurchfahrtsstraße wurden gestrichen – stattdessen soll Tempo 30 gelten. Grund: Hannover habe keine Erfahrung mit Mini-Kreiseverkehr und man spare Fläche. Auch der zunächst gesetzte dritte Aussichtshügel sei „derzeit nicht vorgesehen“ – die nötige Fläche sei „ökologisch zu wertvoll“.

Von Ralph Hübner


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