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Meine Stadt Hannovers Hauptbahnhof bleibt Brennpunkt
Hannover Meine Stadt Hannovers Hauptbahnhof bleibt Brennpunkt
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00:16 12.03.2017
EINSATZSCHWERPUNKT HAUPTBAHNHOF: Ein Bundespolizist geht mit Maschinenpistole Streife in Hannover. Kleines Bild: Viel Arbeit machen den Beamten randalierende Fußballfans.Foto: dpa Quelle: (Alexander Körner)
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Hannover

Zwar sank 2016 die Zahl der Straftaten im Vergleich zum Vorjahr um 3066 auf 12 462. Doch dieser Rückgang liege im Wesentlichen an der deutlich gesunkenen Zahl der Flüchtlinge und der damit verbundenen Delikte wie illegale Einreise/unerlaubter Aufenthalt, sagt Sprecher Martin Ackert.

Im Fünfjahresvergleich verzeichne die Inspektion einen Anstieg der Straftaten um rund 25 Prozent. Dabei müsse die Dienststelle alle Aufgaben mit deutlich weniger Personal bewältigen. Zum Zuständigkeitsbereich der Wache im Hauptbahnhof gehören auch die Bahnstrecken im Großraum Hannover sowie die Wachen in Braunschweig, Göttingen und Hildesheim.

Deutlich gestiegen ist 2016 am Hauptbahnhof die Zahl der Hausfriedensbrüche. 2015 registrierte die Bundespolizei 170, im vergangenen Jahr waren es bereits 890. Laut Ackert liegt das daran, dass die Bahn ihr Sicherheitspersonal an dem Verkehrsknotenpunkt verstärkt hat. Deshalb komme es öfter zu Platzverweisen und Hausverboten beziehungsweise zu Verstößen dagegen (Hausfriedensbruch).

Die Zahl der Körperverletzungen sank von 817 auf 684; die Täter seien meist Deutsche. Weiterhin problematisch sei, dass immer öfter Polizisten angegriffen würden (Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte). 103 Taten gab es 2016. „Die Täter sind meist Deutsche im Alter zwischen 19 und 37 Jahren“, sagt Ackert. Direktionspräsident Martin Kuhlmann stellt in diesem Zusammenhang fest: „Erschreckend ist die Dreistigkeit der Täter.“

Erfreulich: Die Zahl der Diebstähle am Bahnhof sank von 3055 auf 2618. Im Deliktbereich Taschendiebstahl hatte laut Bundespolizeidirektion „jeder zweite festgestellte Tatverdächtige die algerische oder marokkanische Staatsangehörigkeit“.

Mit Blick auf Fußballfans, die randalieren oder Straftaten begehen, sagte Direktionspräsident Kuhlmann: „Wer auf dem Weg zum Fußballspiel Straftaten verübt, sieht das Spiel nicht und wird nach Abschluss der strafprozessualen Maßnahmen nach Hause geschickt.“

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