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Meine Stadt Hannovers Erste Hilfe für den Neustart nach der Haft
Hannover Meine Stadt Hannovers Erste Hilfe für den Neustart nach der Haft
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14:55 05.05.2018
Hannover

„Die Insassen sollen schon am Folgetag der Entlassung Geld bekommen. Es soll also der Zeitverzug zwischen der Entlassung und dem genehmigten Antrag vermieden werden“, erklärt Michael Stier, Geschäftsführer vom Jobcenter Region Hannover. Denn: „Die Existenzsicherung ist extrem wichtig. Die ersten sechs bis acht Wo­chen nach der Entlassung sind entscheidend dafür, was die künftige Straffälligkeit angeht“, erklärt Matthias Bormann, Leiter der JVA Hannover. Erst wenn der Lebensunterhalt gesichert sei, könne über die Arbeitssuche nachgedacht werden. Die Insassen haben künftig einen Ansprechpartner mit offener Sprechstunde in der JVA. „Das Projekt ist federführend in Niedersachsen“, so Stier. Bereits jetzt können Häftlinge ihren Schulabschluss in der JVA nachholen oder eine Aus- oder Weiterbildung machen.

Etwa 540 Menschen sind in der JVA Hannover inhaftiert. Aber nicht alle profitieren von der Neuerung: Vorerst richtet sich das Projekt nur an Hartz-IV-Empfänger. Das sind etwa 100 Insassen im Jahr. Künftig soll das Projekt ausgeweitet werden. Ab dem 10. Juli wird das Büro innerhalb der JVA eröffnet. Vier Mitarbeiter werden im Wechsel die offene Sprechstunde durchführen.

Bereits vor zwei Jahren haben die beiden Justizvollzugsanstalten eine Kooperation mit der AOK Niedersachsen vereinbart, die Sucht­erkrankten eine Fortsetzung der Therapie nach ihrer Entlassung ermöglicht.

Cecelia Spohn

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