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Parteichef Dirk Toepffer

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Wahlkampf

Hannovers CDU-Chef stellt klar: Kein Bündnis mit der AfD

„Die CDU in Hannover wird mit der AfD oder den Hannoveranern kein Bündnis eingehen. Wir verhandeln über nichts mit dieser Partei oder dieser Gruppierung. Uns etwas anderes zu unterstellen, ist absurd.“ Unmissverständlich bezog Parteichef Dirk Toepffer am Donnerstag Position. Er musste aufräumen.

Hannover. Über Jens Seidel, den CDU-Fraktionschef im Rat, war zuvor in sozialen Netzwerken ein Shitstorm hereingebrochen. Seidel hatte in einem von der HAZ organisierten Wahlforum als „Wunschpartner“ einer Koalition nach der Kommunalwahl die FDP genannt. Auf die Nachfrage, wie die CDU es mit der AfD und den Hannoveranern halte, sagte er: „Das werden wir am 12. September, dem Tag nach der Wahl entscheiden.“

Eigentlich habe Seidel die Aussage fortführen wollen, versichert Toepffer. Doch der Rest ging im Tumult unter. Sowohl FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke wie auch Sozialdemokraten und Grüne bestätigten der NP, sie seien fassungslos gewesen. Man habe eine klare Distanzierung zu den Rechtspopulisten erwartet - so wie sie Toepffer am Tag danach geliefert hat.

„Ungeschickt angefangen“, kommentiert Toepffer den Fall. Ihn habe fassungslos gemacht zu erfahrten, wie viele AfD-Anhänger im Saal waren. Unter ihnen auch ein früherer Christdemokrat. „Wegen antisemitischer Äußerungen haben wir den gerade aus der Partei geworfen.“ Jens Seidel sei ebenso wie er ein strikter Gegner der AfD: „Nicht umsonst hat sich die CDU bei der Pegida-Gegendemo geschlossen eingereiht.“

Seidel war nach Toepffers Angaben schon an dem Abend angeschlagen; am Donnerstag fehlte er im Rat. Krank. Die Kommentare bei Twitter und Facebook dürften ihm noch mehr auf den Magen geschlagen sein.

SPD-Generalsekretär Detlef Tanke zeigte sich entsetzt. AfD und Hannoveraner stünden „für die Spaltung unserer Gesellschaft“. Sein Eindruck: „Die CDU wirft alle Prinzipien und Werte über Bord, wenn es dem Machterhalt dient.“ „Eine brandgefährliche Bündnisphantasie“, meinte Michael Höntsch, Sprecher der SPD-Landtagsfraktion gegen Rechts.


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