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Meine Stadt Hannoveranerin begeistert bei Stefan Raab
Hannover Meine Stadt Hannoveranerin begeistert bei Stefan Raab
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15:06 03.02.2010
Lena Meyer-Landrut aus Hannover jubelt über ihren Einzug ins Halbfinale bei "Unser Star für Oslo". Quelle: dpa
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Von Ralf Isermann

München. Stefan Raab war „total geflasht“, Marius Müller-Westernhagen bescheinigte dem Mädchen gar „Star-Appeal“. „Menschen werden dich lieben“, schwärmte der allmählich alternde Musiker. Doch nach Abklingen ihrer Euphorie dürften die Juroren gemerkt haben, dass es ein riesiges Stück Arbeit wird, um aus einem der Casting-Kandidaten einen chancenreichen Teilnehmer beim europäischen Gesangswettbewerb zu machen.

Viel Mühe hatte der von der ARD als Retter Deutschlands beim Eurovision Song Contest verpflichtete Raab schon im Vorfeld des Vorentscheids aufgewendet, um seine Auswahlshow vom RTL-Marktführer „Deutschland sucht den Superstar“ abzugrenzen. In zwei Punkten wurde der Unterschied offensichtlich: Die gesanglichen Qualitäten der ersten zehn von insgesamt 20 Bewerbern für „Unser Star für Oslo“ waren in der Breite größer als die der „DSDS“-Kandidaten von Dieter Bohlen. Und Raab sowie seine Mit-Juroren der ersten Show - Westernhagen und Yvonne Catterfeld - sparten sich im Gegensatz zu Bohlen und Co. sämtliche Ausflüge in die Welt der Fäkalsprache.

„Ich bin normalerweise kein Freund von Casting-Shows, wenn man es schon nicht ändern kann, sollte man wenigstens versuchen, die Qualität zu heben“, sagte der 61-jährige Westernhagen. 2,62 Millionen Zuschauer konnten sich davon überzeugen, dass die Umgangsformen in der Kooperation der öffentlich-rechtlichen ARD mit dem privaten Sender ProSieben tatsächlich gepflegter sind. Den höheren Unterhaltungswert bietet aber ohne Zweifel das etablierte „DSDS“, das bei der ersten Folge der siebten Staffel Anfang Januar fast 7,4 Millionen Menschen und damit annähernd dreimal so viele sehen wollten.

Raab hat noch sechs weitere Ausscheidungsshows Zeit, die erhoffte Euphorie auszulösen, ehe am 12. März im Finale der Kandidat bestimmt wird, der am 29. Mai Deutschland in Oslo vertreten wird. Gut möglich, dass von den fünf am Dienstagabend erfolgreichen Kandidaten - fünf mussten direkt wieder die Segel streichen - einer oder gar zwei ins Finale kommen. Allen voran überzeugte Lena Meyer-Landrut. Allerdings hatte diese sich mit „My same“ von der Britin Adele auch einen Cover-Song ausgesucht, der in Deutschland fast unbekannt ist - schwer abzusehen, ob die auf der Bühne bisher unerfahrene Abiturientin mit anderen Liedern ähnlich gut zurecht kommt.

Von den fünf gestarteten Frauen setzten sich in der ersten Runde vier durch, von den fünf Männern mussten vier direkt wieder gehen. Die weiteren Erfolgreichen waren die Kunststudentin Kerstin Freking aus Osnabrück, die Lehramtsstudentin Meri Voskanian aus Würzburg, die Kölner Verkäuferin Katrin Walter und als einziger Mann der Sportstudent Cyril Krueger aus Hannover. Allesamt junge Leute, die keine Erfahrung im Musikgeschäft haben.

Ob Raab es tatsächlich schafft, in den verbleibenden Wochen eines dieser Talente soweit zu schleifen, dass bis Oslo daraus ein europaweit strahlender Diamant von der Qualität des norwegischen Vorjahressiegers Alexander Rybak („Fairytale“) wird? Schließlich dürfen die Zuschauer in Deutschland nur für andere Länder abstimmen, der deutsche Beitrag muss also international überzeugen.

Eine Top-Ten-Platzierung hat der selbst schon dreimal als Sänger oder Produzent beim ESC unter den besten zehn gelandete Raab als Ziel ausgegeben. Kommende Woche Dienstag geht seine Vorauswahl in die zweite Runde. Zumindest bei ihrer Freude dürfte Lena Meyer-Landrut dort nicht mehr getoppt werden: „Ich freu’ mich so, so hart“, stieß sie nach ihrem Weiterkommen ins Mikrofon - im Internet kürte ein Rhetoriktrainer den Ausspruch der Teenagerin gleich zu seinem „Satz des Jahres“. afp

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