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Meine Stadt Hannover und die Folgen der Rekordhitze
Hannover Meine Stadt Hannover und die Folgen der Rekordhitze
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00:23 01.06.2018
SALTO RÜCKWÄRTS: Lennart führt im Annabad ein kleines Kunststück vor – zur Belohnung wird er anschließend schön erfrischt. Quelle: Petrow
Hannover

„Wir haben den Jahresrekord beim Wasserverbrauch erreicht“, sagte Carlo Kallen, Sprecher von Enercity, am Mittwoch auf NP-Anfrage. „Und an dem historischen Höchstwerten kratzen wir bereits.“ Am Montag habe die Wasserabgabe im Enercity-Netzgebiet mit rund 161 Millionen Litern am Tag Rekordwerte erreicht. „Das ist der höchste Maiwert seit 1993. Der nächsthöhere Wert lag im Jahr 2000 bei rund 160 200 Kubikmetern“, so Kallen. Gleichzeitig habe man den höchsten Jahresspitzenwert seit 2006 (167 000 Kubikmeter oder 167 Millionen Liter) erreicht.

Das Leitungswasser wird aus dem Grundwasser im Fuhrberger Feld nördlich von Hannover gewonnen. Herrscht bereits Knappheit in Hannover? „Das nicht – wir können auf unsere Speicherstellen zurückgreifen. Aber so langsam könnte es ruhig mal wieder regnen, das würde die Lage entspannen“, so der Enercity-Sprecher.

Ob die Werte von Dienstag nochmals übertroffen werden, hänge auch davon ab, zu welcher Uhrzeit die angekündigten Starkregenfälle am Mittwoch eintreten. „Mit Regen ab 18 Uhr würde die abendliche ‚Gieß-Spitze‘ durch die Gartenbewässerung entfallen.“

Gießkannen, Gartenschläuche und Co. finden in der Tat zurzeit reißenden Absatz. Das weiß Jan Maschkowitz, Betriebsleiter beim Gartenmarkt Stanze in Hemmingen: „Nach vier Wochen Trockenheit kaufen die Leute vor allem Beregnungssysteme aller Art für das heimische Grün.“ Ob Gartenbrausen oder Tropfbewässerung – die Nachfrage sei derzeit so hoch, dass es bei den Lieferanten teilweise zu Engpässen komme.

Während Gartenfreunde den Regen herbeisehnten, durften sich viele Schüler in der Region Hannover am Dienstag freuen: Zahlreiche Schulen gaben im Laufe des Tages hitzefrei. Die meisten Einrichtungen können in Eigenregie über die Zumutbarkeit von Temperaturen um die 30 Grad entscheiden. Ausgenommen von dieser Regelung sind die Oberstufe und Berufsbildenden Schulen.

Die freie Zeit genossen auch wieder viele im Freibad. Die Betreiber können sich über den Saisonstart bislang nicht beschweren. „Auch wenn eine Wärmeperiode noch nicht die ganze Saison entscheidet: Es sieht bislang sehr gut aus“, sagt Stadtsprecher Udo Möller über die Besucherzahlen in den städtischen Freibädern. Im Lister Bad steuere man auf einen Rekordmonat zu, „Wir hatten dort im Mai bereits 28 200 Besucher und werden die 30 000er-Grenze sicher überschreiten. Das wird einer der besucherstärksten Monate der vergangenen Jahre.“

Auch das Misburger Freibad sei gut besucht, so der Sprecher. Seit Öffnung des Bades am 14. Mai – also in rund zwei Wochen – sind bereits 4300 Besucher gekommen. „Man kann sagen: Es brummt“, fasst Möller zusammen. Und: Es bleibt auf absehbare Zeit sommerlich heiß.

Von Simon Polreich

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