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Ein Wähler steckt am 11.09.2011 in der Grundschule in Bad Bederkesa (Niedersachsen) seine Wahlzettel zur Kommunalwahl 2011 in die Wahlurne.

Niedersachsens Kommunen suchen 83 000 Wahlhelfer für die Landtagswahl am 20. Januar 2013. (Symbolfoto)© dpa

Ehrenamtliche

Hannover sucht fast 4000 Helfer für Wahlen

Die Vorbereitungen der Landtagswahlen im Januar 2013 laufen auf Hochtouren: In den Kommunen wird fieberhaft nach Wahlhelfern gesucht. Ohne die rund 83 000 Ehrenamtlichen läuft nichts - in den Rathäusern geht man davon aus, dass sich genügend Freiwillige melden werden.

Hannover. Rund 83 000 Niedersachsen verzichten am 20. Januar 2013 auf ihre Sonntagsruhe - sie sind als ehrenamtliche Wahlhelfer für die Landtagswahl im Einsatz. Niedersachsens Kommunen sind derzeit dabei, die Helfer zu werben. In fast allen Rathäusern geht man davon aus, dass genügend Freiwillige gefunden werden.

Zwangsverpflichtungen gab es in der Vergangenheit so gut wie keine. "Es ist ja auch ein schönes Erlebnis, da kann man sehen, dass Demokratie funktioniert", sagte Bettina Meyer, stellvertretende Landeswahlleiterin. Rund 6,1 Millionen wahlberechtigte Niedersachsen sind am 20. Januar 2013 an die Wahlurnen gebeten. Von 8.00 Uhr 18.00 Uhr können sie in den rund 8400 Wahllokalen ihre Stimme für die Landtagswahl abgegeben. Hinzu kommen noch 830 Briefwahlzentren und 20 Sonderwahlbezirke wie Altenheime und große Krankenhäuser.

Damit alles korrekt vor sich geht und die vielen Stimmzettel pünktlich ausgezählt sind, sind die Wahlhelfer unverzichtbar. In der Regel gibt es zwei Schichten, zum Auszählen am Abend kommen dann alle Wahlhelfer zusammen. Mindestens 18 Jahre alt müssen sie sein, die deutsche Staatsbürgerschaft ist ebenfalls Voraussetzung. In den meisten Fällen greifen die Kommunen auch auf die Hilfe der Parteien zurück, deren Mitglieder als politisch aktive Bürger häufig bereit sind für das Ehrenamt.

Als Anerkennung steht jedem eine Aufwandsentschädigung von 25 Euro zu. "Die Kommunen können aber gern aufstocken", berichtete Meyer. In der Landeshauptstadt Hannoer hat die Suche nach den 3930 Wahlhelfer erst begonnen. 25 Euro für die Beisitzer und 35 beziehungsweise 30 für die Vorstände und deren Vertreter gibt es in dort.

Die Stadt Wolfsburg hat aufgestockt: Dort erhalten die Wahlhelfer 50 Euro, die Vorsteher sogar 60 Euro. Stadtangestellte können sich zudem für den Tag im Wahllokal alternativ acht Stunden Arbeitszeit anrechnen und erhalten dann noch 20 beziehungsweise 30 Euro. Die 103 Wolfsburger Wahlvorstände mit rund 900 Freiwilligen können problemlos besetzt werden. 400 städtische Mitarbeiter hätten sich gemeldet und auch viele andere Bürger. "Ohne diese tatkräftige Unterstützung wäre eine Besetzung der Wahlvorstände nicht möglich und der reibungslose Ablauf am Wahlabend nicht gegeben", sagte Oberbürgermeister Klaus Mohrs (SPD).

In der Nachbarstadt Braunschweig hatten bereits bis Ende September 1200 Bürger zugesagt, nach einem Aufruf in der Zeitung melden sich weitere 250, die restlichen 250, da ist man sich in Braunschweig sicher, werden sich auch noch finden. "Es ist wichtig, dass Wahlen von Bürgern begleitet werden. Nicht nur durch die Stimmabgabe", sagte Braunschweigs Landeswahlleiter Carsten Lehmann. Broschüren, E-Learning im Internet und auch 90-minütige Fortbildungsseminare sollen die Bürger für ihre Aufgabe fit machen. Als Entschädigung erhalten die Braunschweiger 30 Euro.

Auch im kleineren Leer sind bereits 150 der erforderlichen 218 Wahlhelfer gefunden. Dort erhalten die Bürger die vom Land vorgeschriebenen 25 Euro. "Wir haben in Leer viele Wahlhelfer, die diese ehrenamtliche Aufgabe schon seit Jahren gerne übernehmen", sagte Bürgermeister Wolfgang Kellner (parteilos).

Die Landeswahlleitung rät den Kommunen allerdings, nicht immer auf die selben Personen zurückzugreifen. "Insbesondere jüngere Leute sollten angesprochen werden", sagte die zweite Landeswahlleiterin Meyer. Die Stadt Osnabrück, sie benötigt 1100 Wahlhelfer, hat zum Beispiel bei der Begrüßung der neuen Studenten Infozettel verteilt. Dort werden die Wahlhelfer mit 32 beziehungsweise 40 Euro entlohnt.

Auch in Göttingen laufen die Aufrufe noch, dort erhalten die Wahlvorsteher 36 Euro, Stellvertreter 31 Euro und alle übrigen 26 Euro. In Salzgitter sind bereits mehr als die Hälfte der gesuchten 900 Helfer gefunden, die alle 35 Euro bekommen. "Freiwillige sind gern bis zum Wahltermin willkommen", sagte eine Sprecherin. So könnten auch Nachberufungen etwa wegen Krankheiten abgedeckt werden.

In der Samtgemeinde Schladen im Kreis Wolfenbüttel denkt der parteilose Samtgemeindedirektor Andreas Memmert darüber nach, unter den 110 von ihm benötigten Wahlhelfern vielleicht ein Essen zu verlosen - das würde er aus seiner eigenen Tasche zahlen, stellt er klar und betont: "Wahlhelfer haben eine der wichtigsten Funktionen in der Demokratie". (dpa)


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