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SCHLUSS DAMIT: Die Stadt sagt Coffee-to-go-Bechern den Kampf an.

SCHLUSS DAMIT: Die Stadt sagt Coffee-to-go-Bechern den Kampf an.
 © dpa

Mehrwegsystem

Hannover startet den Kampf gegen Coffee-to-Go-Becher

Schluss mit Bergen von Pappbecher-Müll: Die Stadt führt ein Mehrwegsystem für To-Go-Getränke ein. Es soll schon in Kürze an den Start gehen. Als Partner sind unter anderem Hannover 96 und die Bäckerinnung dabei. Weitere Unternehmen sollen davon überzeugt werden, sich an dem Projekt „Hannoccino-Becher“ zu beteiligen.

Hannover.  Schnell auf die Hand einen Coffee-to-Go: So entstehen riesige Mengen Müll. Die Stadt will sie eindämmen und deshalb ein Mehrwegbecher-System einführen. Es soll schon in Kürze an den Start gegen, verkündete Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette am Montag im Umweltausschuss.

„Hannoccino-Becher“ soll das Projekt heißen, für das die Verwaltung zusammen mit dem Abfallentsorger Aha bereits mehrere Partner gewonnen hat. Hannover 96 ist dabei, das Hannover-Congress-Centrum (HCC) sowie die Bäckerinnung. Details sollen am Donnerstag vorgestellt werden.

Laut Tegtmeyer-Dette funktioniert das geplante Modell „umso besser, je mehr mitmachen“. Der Auftakt am Donnerstag soll also nur der Anfang sein. Weitere Partner sollen überzeugt werden, sich am Kampf gegen die Becherflut zu beteiligen.

Das ist ganz im Sinne der Politik, die im Umweltausschuss einstimmig einen ursprünglich von der Gruppe Linken und Piraten initiierten Antrag beschloss, mit dem die Verwaltung aufgefordert wird, verschiedene Mehrwegbecher-Pfandsysteme auf Vor- und Nachteile zu prüfen und Gespräche mit Verbänden und Firmen aufzunehmen mit dem Ziel, ein einheitliches Modell „freiwillig mitzutragen“.

Pirat Adam Wolf sieht darin „einen historischen Schritt“. Die Coffee-to-Go-Becher seien auch deshalb ein so großes Problem, weil diese „nicht wie viele glauben ganz aus Pappe sind, sondern auch eine Plastikschicht haben, die nicht verrottet“.

Auch der Grüne Pat Drenske hält es für wichtig, „dass die Kommune einen Beitrag leistet, damit die Vermüllung gestoppt wird“. SPD-Mann Lars Kelich zeigte sich optimistisch, „dass Unternehmen offen sind für solche Konzepte“.

Allerdings soll die Einführung des Hannoccino-Bechers auf freiwilliger Basis erfolgen. Das wünscht sich auch die Politik, weil ein verpflichtendes System einen „erheblichen Eingriff in die Rechte von Unternehmern“ darstelle.

Von C. Bohnenkamp


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