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Meine Stadt Hannover spart (sich) Silvester
Hannover Meine Stadt Hannover spart (sich) Silvester
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18:37 29.12.2009
Ob in Hannover diesmal richtig viel Feuerwerk gezündet wird, ist offen - viele wollen bei der Silvester-Party sparen. Quelle: Montage: Dröse

Von Vera König

Hannover. Silvester ein großer Ball oder eine Party mit DJs, zu Neujahr dann ein toller Brunch – nach Dutzenden von Jahren geht gute alte Tradition im Hannover-Congress-Centrum zu Ende. Seit dem zweiten Weihnachtstag bis zum Montag, 4. Januar, sind alle Säle und das Restaurant „Bristol-Grill“ geschlossen.

„Der Veranstalter, mit dem wir zwei Jahre lang Silvester-Feten gemacht haben, wollte bei der Teilnehmerzahl deutlich runtergehen“, sagt HCC-Chef Joachim König. Das aber lohne den Einsatz des Stammpersonals und der Aushilfskräfte nicht. Denn: „Es fällt immer schwerer, die gewohnten Umsätze zu erreichen.“

König entschied sich deshalb dafür, erstmals in der Geschichte das HCC zu schließen. „Mitarbeiter können Überstunden abbauen.“ Mit neuem Konzept und neuem Partner sei 2010 vielleicht wieder eine Silvesterfeier möglich.

Zum letzten Mal wird vermutlich in den Räumen der ehemaligen Landesbühne (heute Theater für Niedersachsen) Silvester gefeiert. „Wir sind ausverkauft“, meldet Andreas Hildenbrand. Gezeigt wird das Stück „Taxi, Taxi“. Inklusive Büfett und Sekt kosten die Karten 98 Euro. Das TfN zieht 2010 mit dem Angebot ins Theater am Aegi um.

Natürlich gibts jede Menge Partys – im Brauhaus Ernst-August, der Philharmonie. Heartbreak Hotel, Rockhouse, Chez Heinz, Spandau, Café Glocksee, Gig, Kornstraße, der Cumberlandschen Galerie... Viele aber fallen verhaltener aus als in den Vorjahren.

„Bei uns wird kein Büfett mehr bestellt“, berichtet beispielsweise Albert Reuters vom Tanztreff Rendezvous in Wülfel. Dort trifft sich die Generation 45 plus zu Tango und Foxtrott. Der Abend ist fast ausverkauft, aber Reuters ahnt: „Viele werden Wasser und nur einen Sekt trinken.“ Der Markt sei „schwierig geworden“.

Dass alles „ruhiger“ läuft, stellt auch Andreas Hüttmann vom „Party-Löwen“ fest. Der Caterer hat bis ins neue Jahr geschlossen. Sein Vorsatz: „Jetzt Muße – und dann wieder richtig Gas geben.“ So hat es auch König mit dem HCC vor.

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