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Meine Stadt Hannover plant grüne Welle – und mehr Blitzer
Hannover Meine Stadt Hannover plant grüne Welle – und mehr Blitzer
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10:39 25.06.2010

VON DIRK ALTWIG

HANNOVER. Zwölf „besonders belastete Straßenabschnitte“ sollen bearbeitet werden. Zunächst, so ist zu hören, Podbi, Vahrenwalder und Hildesheimer Straße. Sonderschilder, die bislang in Hannover nicht üblich sind, sollen auf die grüne Welle hinweisen. Dann wird geblitzt: Es ist geplant, „dort in erheblichem Umfang an jeweils wechselnden Stellen Geschwindigkeitskontrollen durchzuführen“.

Mit der Maßnahme soll die zu hohe Belastung der Luft mit Stickoxiden bekämpft werden. Gleichmäßig Tempo 50 verursache weniger Schadstoffe als Gasgeben und Bremsen, heißt es in dem Papier.

Hintergrund des Schreibens ist der Streit um die Umweltzone. Die Abschaffung der Zone, die Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) fordert, lehnt die Stadt weiter ab. Im Gegenteil: Sie fordert das Land auf, die Polizei künftig die Feinstaubplaketten kontrollieren zu lassen. Eine Arbeitsgruppe diskutiert derzeit, wie die Luft in der Stadt verbessert werden kann.

Umweltdezernent Hans Mönninghoff wollte das Papier gestern nicht kommentieren. Er betonte, es handele sich um einen Entwurf mit Vorschlägen, die unter anderem mit dem Land besprochen würden: „Wir stellen das zur Diskussion.“

An elf vielbefahrenen Straßen in Hannover wird der gültige EU-Grenzwert für Stickstoffdioxid in der Luft um rund die Hälfte überschritten, das belegt ein neues Papier der Stadt, das der NP vorliegt.

Die EU gibt einen mittleren Jahresgrenzwert von 40 Mikrogramm vor. Dieser Wert wird laut Stadt etwa auf der Podbi deutlich verfehlt. Zwischen Immengarten und Listholze werden 61 Mikrogramm gemessen, auf Schloßwender und Friedrich-Ebert-Straße sogar 62 Mikrogramm. Das haben Berechnungen des Ingenieurbüros Lohmeyer (Stuttgart) erbeben. Um genauere Werte für das Stadtgebiet zu gewinnen, sollen „demnächst“ weitere Messgeräte aufgestellt werden, bislang gibt es nur eines an der Göttinger Straße.

Die Stuttgarter bestätigen, dass die Schadstoffe verringert wurden. 2007 seien die Stickoxid-Werte auf 22,4 Kilometern Straßenlänge überschritten worden, 2010 noch auf 14,2 Kilometern.

In dem 13-seitigen Papier sind – ausdrücklich aus Sicht der Stadt – die Ergebnisse der vertraulichen Diskussionen mit dem Land über die Umweltzone zusammengefasst. Seit Umweltminister Hans-Heinrich Sander im Frühjahr damit gescheitert war, Autos mit gelben Umweltplaketten wieder zuzulassen, hat die Arbeitsgruppe sechsmal getagt. Laut Stadt sei es „nicht vertretbar“, auf die Zone zu verzichten.

Die Luft in Hannover sei so stark mit Stickoxiden belastet, dass bei der EU ohnehin eine Ausnahmegenehmigung beantragt werden müsse. Vorher die Umweltzone zu streichen, wäre laut Stadt „ein sehr problematisches Signal“.

In dem Papier schließt die Stadtverwaltung übrigens auch eine Reihe von diskutierten Maßnahmen aus: „Keine Notwendigkeit“ gebe es, weitere Straßen für den Lkw-Durchgangsverkehr zu sperren. Auch bei der Schaltung neuer grüner Wellen zur Luftverbesserung sollen

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