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Meine Stadt Hannover kämpft gegen Fahrrad-Rüpel
Hannover Meine Stadt Hannover kämpft gegen Fahrrad-Rüpel
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23:30 18.08.2010
Oft flitzen Fahrradfahrer über den Gehweg – wie hier am Engelbosteler Damm Quelle: Behrens
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„Sicherheit für Leib und Leben hat absoluten Vorrang“, sagt Thomas Hermann, baupolitischer Sprecher der SPD. „Alle Verkehrsteilnehmer müssen sich Regeln unterwerfen, deshalb halte ich Kontrollen von Radfahrern für legitim – ebenso wie Geschwindigkeitskontrollen bei Autofahrern. Auch auf die technische Ausstattung der Räder sollte geachtet werden. Viele Radler fahren bei Dunkelheit ohne Licht.“

Der Bauausschussvorsitzende Dieter Küßner (CDU) dazu: „80 Prozent der Radfahrer verhalten sich korrekt, 20 Prozent sind nach meinen Erfahrungen unbelehrbar und gefährden andere. Die Polizei sollte ihre stichprobenhaften Kontrollen verstärken.“

Grünen-Bauexperte Michael Dette: „Es in Ordnung, dass auch Radfahrer kontrolliert werden. Ich erwarte aber, dass auch Behinderungen durch auf Radwegen oder an Einmündungen geparkte Autos geahndet werden. So beobachte ich regelmäßig, dass Taxifahrer ihre Fahrzeuge am Taxenstand vor dem Henriettenstift in der Marienstraße mit den rechten Reifen auf dem Radweg abstellen. Radfahrer werden so gezwungen, auf den Fußweg auszuweichen.“

FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke: „Ein ärgerliches Problem, das schon lange bekannt ist. Leider zeigen sich viele Radfahrer, wenn sie ermahnt werden, immer wieder uneinsichtig. Vielleicht sollte der ADFC sich mal überlegen, ob er Kampagnen startet und an die Vernunft der Radfahrer appelliert.“

Letzteres tut Hans-Christian Edelmann vom Fahrradclub der Region Hannover auch – jedoch: „Alle Verkehrsteilnehmer müssen sich an Vorschriften halten“, so der 49-Jährige. Er fügt hinzu: „Schlimmer als Fahrradrüpel sind aber Autofahrer, die mit Tempo 120 durch die Stadt rasen.“

Michael Krische, Mirjana Cvjetkovic

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