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Meine Stadt Hannover ist als Top-Einkaufsstandort etabliert
Hannover Meine Stadt Hannover ist als Top-Einkaufsstandort etabliert
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00:16 14.07.2017
RANG 5: Hannovers Haupt-Einkaufsmeile Georgstraße.  Quelle: Foto: Herzog
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Hannover

Die neueste Passantenzählung des Immobilienunternehmens Jones Lang LaSalle (JLL) bestätigt: Hannovers Einkaufsstraßen gehören zu den beliebtesten im Bundesvergleich. Die Georgstraße erreichte bei der Zählung im Mai einen Stundendurchschnitt von 11 905 Passanten, damit Platz 5. Rang eins ging an Frankfurts Zeil mit 14 875 vor Münchens Kauferinger Straße mit 14 320. Überraschung: Die Leinestadt hat Berlin überholt, weist nun vier Hochfrequenzstraßen (mehr als 5000 Passanten je Stunde) auf, während es in der Hauptstadt nur drei gibt. Merkwürdigerweise rutschte die Bahnhofstraße 17 Ränge ab.

Für Martin Prenzler, Geschäftsführer der City-Gemeinschaft der hannoverschen Händler, ist das insgesamt „sehr positiv. Wir haben uns etabliert in den Top 5“. Besonders wenn man daran denke, dass man sich da mit Millionenstädten wie München, Berlin und Hamburg messe. „Das ist nicht mehr nur ein Trend, sondern der Beweis: Der Online-Handel kann den großen Städten nichts anhaben.“ Der Handel übers Internet übe Druck aus, was dazu führe, dass ich die Struktur ändere: „Die Händler müssen mehr bieten, sich ständig neu erfinden.“

Prenzler registriert in der Innenstadt seit zwei Jahren steigende Nachfrage nach kleineren Flächen – das bedeute Vielfalt, mache attraktiv und werde so weiter gehen, „da bin ich zuversichtlich“. Ein Innenstadtbesuch sei zunehmend ein Kombinationsbesuch: zum Einkaufen, zur Bedarfsdeckung komme immer häufiger „das Genuss-Motiv, die Eventifizierung“ – Essen, Kunst, Kultur, Erleben. Ein Vorteil sei auch die Lage von Georg-, Bahnhof-, Karmarsch und Großer Packhofstraße: „Eine so kompakte Fußgängerzone ist deutschlandweit fast einmalig, das macht uns stark.“

Dass die Bahnhofstraße so eingebrochen sein soll, versteht er nicht. Prenzler: „Ich habe den Verdacht, dass diesmal die Passerelle außen vor gelassen wurde – Georgstraße und Bahnhofstraße hängen so zusammen, das kann eigentlich nicht sein, war bisher immer anders.“ Peter Lausmann von JLL erklärt dazu, dass „Vergleichbarkeit das wichtigste Kriterium ist. In der Tat zählen wir da nur ebenerdig – aber schon immer!“ Möglicherweise seien viele Passanten wegen der Stadtbahnbaustellen anders Richtung Ernst-August-Galerie gelaufen, sagt er. Das vermutet auch die Stadtverwaltung, aus deren Sicht die Straße immer attraktiver geworden ist. Das sei wohl nur „eine Momentaufnahme“, Hinweise auf einen Frequenzverlust habe man nicht.

Von Ralph Hübner

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