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Meine Stadt Hannover hofft auf Werbeeffekt durch Obama
Hannover Meine Stadt Hannover hofft auf Werbeeffekt durch Obama
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16:31 26.04.2016
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Hannover

Die Fernsehbilder von Barack Obama in den Herrenhäuser Gärten sahen Millionen - nun erhofft sich Hannover einen Werbeeffekt sondergleichen vom Besuch des US-Präsidenten. Dem Tourismus und auch der Wirtschaft wird all die Aufmerksamkeit für die Stadt einen Schub verleihen, ist sich der Geschäftsführer des Stadtmarketings, Hans Christian Nolte, sicher. "Das sind Bilder, die um die Welt gehen."

Vor allem in den USA und auch in Frankreich, England und Italien, von wo aus die Regierungschefs nach Hannover kamen, wolle Hannover für sich werben. "Obama war ein Treiber, das macht Mut." Mit dem Hannover mitunter zugeschriebenen Image einer etwas blassen und langweiligen Stadt könne nun endgültig aufgeräumt werden, glauben viele der für Tourismus und Marketing in der Landeshauptstadt Zuständigen. "Ich glaube, dass das einen ziemlich großen Effekt hat, viel mehr als wir mit Werbung erreichen könnten", sagte die Leiterin der Herrenhäuser Gärten, Anke Seegert. "So in der Weltöffentlichkeit zu stehen, das hatten wir noch nie."

Im Rahmen des Besuchs der Hannover Messe von US-Präsident Barack Obama hat Kanzlerin Angela Merkel ihre europäischen Kollegen, Frankreichs Präsident Hollande, den britischen Premier Cameron und Italiens Regierungschef Renzi nach Herrenhausen zu einer Art "G5"-Gipfel eingeladen. In den formellen Gesprächen soll es neben dem Freihandelsabkommen TTIP auch um die Krisenherde der Welt gehen.

Die Bilder der Herrenhäuser Gärten könnten für viele europäische Gäste der Impuls sein, sich Hannovers Sehenswürdigkeit Nummer eins anzuschauen, meint Seegert. Mehr als eine halbe Million Besucher jährlich zählen die Gärten bislang bereits. "Die Gärten haben sich toll präsentiert, wir können hoch zufrieden sein."

Die Welle der Aufmerksamkeit solle Hannover nutzen. "Wir profitieren von den Bildern, die um die Welt gegangen sind", meint auch Christiane Peter, die Sprecherin der Gesellschaft, die das wiederaufgebaute Schloss in den Herrenhäuser Gärten als Konferenz- und Veranstaltungslokalität vermarktet. Obama und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) konferierten dort, zu einem Mini-Gipfel kamen tags darauf die Regierungschefs der drei EU-Länder hinzu. "Diese prachtvolle Umgebung ist ein Zeugnis der Geschichte und Schönheit dieser Stadt", würdige Obama selber das Setting seiner Gespräche.

Schon Monate bevor der US-Präsident nach Hannover kam, hatte die Marketing- und Tourismusgesellschaft in den Staaten mächtig die Werbetrommel gerührt. Was ist Hannover, was ist Herrenhausen, Hannover als Wirtschaftsstandort sowie Hannover als Stadt von Life-Science-Technik und Wissenschaft- all das waren Themen der Öffentlichkeitsaktionen in den USA, wie Nolte sagt. "Wir wollen jetzt sehen, wo und in welcher Art das Widerhall gefunden hat", sagt Nolte. Dort sollen weitere Kampagnen ansetzen, damit Hannover als Wirtschafts- und Tourismusstandort im Gedächtnis bleibt.

Von einem positiven Signal, das von Hannover ausgegangen sei, spricht auch der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Hannover, Horst Schrage. "Die Landeshauptstadt Hannover hat gezeigt, dass sie ein herausragender Messe- und Kongressstandort ist." dpa

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