Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Hannover hat ein Kreisel-Problem
Hannover Meine Stadt Hannover hat ein Kreisel-Problem
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 10.04.2013
UNFALLSCHWERPUNKTE: Nirgendwo in der Stadt gibt es mehr Unfälle als in den großen Kreisverkehren. Quelle: Behrens
Anzeige
Hannover

107 Unfälle im vergangenen Jahr. Fast jeden dritten Tag rummst es am Deisterplatz. Ähnlich schlimm ist die Situation am Ricklinger Kreisel. Dort gab es 2012 immerhin 101 Unfälle. Die Zahlen belegen: Hannovers große Kreisverkehre sind immer noch die größten Unfallschwerpunkte in der Stadt. Denn auch am Weidetorkreisel (85 Unfälle), Tönniesberg (53 Unfälle) und dem Landwehrkreisel (45 Unfälle) kracht es überdurchschnittlich oft. Erst danach folgt mit 37 Unfällen der Westschnellweg.

Die Verkehrsunfallkommission, der unter anderem Vertreter von Polizei, Straßenverkehrsbehörden und Stadtplanung angehören, will das Problem jetzt noch einmal mit Nachdruck angehen. „Wir werden das Thema auf die Tagesordnung setzen und alle gemeinsam schauen, wie wir die Situation verbessern können“, sagt Peter Trinks, Verkehrsexperte der Polizei.

Zwar sei es in der Vergangenheit bereits gelungen, die Unfallzahlen in den großen Kreisverkehren spürbar zu senken, unter anderem durch die Einrichtung von Ampelanlagen. Trinks räumt allerdings ein, dass die Autofahrer nach wie vor „mit einer äußerst komplexen Verkehrssituation konfrontiert sind, die leider sehr viele überfordert“.

Der Experte will untersuchen lassen, ob sich schon durch klarere Beschilderung und Linienführung Erfolge erzielen lassen können. „Manchmal sind es auch kleinere Maßnahmen, die eine ganze Menge bewirken könnten. Man braucht nicht immer gleich große Umbauten“, sagt Trinks. Das größte Problem seien vor allem überraschende Spurwechsel, die regelmäßig zu Blechschäden führen würden.

„Wirklich schwere Unfälle sind in den Kreisverkehren aber selten. Auch muss man beachten, dass diese ein enormes Verkehrsaufkommen bewältigen. Wenn man das in Relation setzt, sind die Zahlen schon nicht mehr ganz so dramatisch“, so Trinks.

Dennoch sieht auch die Stadt Handlungsbedarf. „Wenn man die Zahlen sieht, muss man natürlich schauen, ob es Stellschrauben gibt, an denen man drehen kann“, sagt Stadtsprecher Dennis Dix.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Schöner shoppen mit Sonnenschein: Das freundliche Wetter lockte am Wochenende viele Menschen vor die Tür und in die Innenstadt.

10.04.2013

Zahlreiche Demonstranten haben am Sonntag vor der Stadthalle in Hannover auf die Ankunft von Russlands Präsident Wladimir Putin gewartet. Die Menschen wollten mit Protest auf die ihrer Meinung nach eklatanten Missstände in der russischen Demokratie aufmerksam machen. 

07.04.2013

Russlands Staatspräsident Wladimir Putin landet am Sonntag in Hannover. Die NP ist für Sie live dabei.

07.04.2013
Anzeige