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Meine Stadt Hannover braucht mehr Hotels
Hannover Meine Stadt Hannover braucht mehr Hotels
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00:16 21.06.2017
MEhr Davon: Nach Ansicht von Experten braucht Hannover mehr günstige Budget-Hotels wie das "Prizeotel" an der Hamburger Allee. Quelle: Fotos: Wallmüller
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Hannover

 Von einem Boom kann man noch nicht sprechen, doch das große Potenzial fällt immer deutlicher auf. Geht es nach Christian Schollen, Chef der Schollen Hotelentwicklung GmbH, kann Hannover noch einige Hotels mehr vertragen. „Ein bis drei Sterne ist das, was die Stadt gut brauchen könnte“, berichtete der Experte bei einer Diskussion rund um das Thema Immobilen, die das Unternehmen Heuer Dialog in den Räumen der Sparkasse am Raschplatz ausrichtete.

Zwar sei Hannover im Vier-Sterne-Segment vor allem für Geschäftsreisende gut aufgestellt. „Aber auch preiswerte Hotels für das Freizeitvergnügen und Familien tun einer Stadt gut. Das ist auch gut für die Kaufkraft“, analysierte Schollen.

Wichtig sei dabei auch, diese Häuser in guter Lage im Bereich der Innenstadt anzusiedeln. Das sei gerade für Wochenendeurlauber wichtig. „Wer geht am Wochenende in ein Radisson an der Messe“, fragt sich Schollen.

Für ihn steht fest: „Hannover verkauft sich unter Wert“. Das gelte auch für die Preise, die zum Teil höher angesetzt werden dürften. Während der Durchschnittspreis zu Messezeiten bei rund 300 Euro pro Zimmer und Nacht liege, sacke er sonst auf unter 100 Euro pro Nacht ab, was auch die Abhängigkeit der Hotellerie in Hannover von der Messe verdeutliche.

Ein weiteres Problem: Die Auslastung ist mit 65 Prozent unterdurchschnittlich. In vergleichbaren Städten liegt sie bei rund 74 Prozent, in Hamburg sogar bei deutlich über 80 Prozent.

Geprägt werde der Markt in Hannover laut Schollen immer noch durch eine große Anzahl von Pensionen und Familienbetriebe. Viele davon stehen nach Einschätzung des Experten vor einer schwierigen Zukunft. Um wirtschaftlich arbeiten zu können, bräuchten Hotels eigentlich eine Größe von 120 bis 150 Zimmern. Ein Wert, den Familienbetriebe selten erreichen. Zudem seien diese „nicht immer so zuverlässig in der Leistung“, kritisiert Schollen.

Von C. Bohnenkamp

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