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18:42 18.03.2014
ERSCHEINUNGSBILD: Die Bahnhofstraße bildet zusammen mit dem Steintor das Schlusslicht in Sachen Attraktivität. Quelle: Rainer Droese
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Hannover

Wie wirke ich auf andere? Was könnte mich attraktiver machen? „Es ist nicht verkehrt, sich regelmäßig selbst zu messen“, sagt Martin Prenzler, Geschäftsführer der City-Gemeinschaft. Deshalb hat er zusammen mit Studenten der Fachhochschule für die Wirtschaft (FHDW) Hannovers Innenstadt einer Imagebefragung unterzogen. In den Punkten Verkehr und Sicherheit schneidet die Landeshauptstadt top ab, Punktabzug gibt es für das Erscheinungsbild.

Während die 420 Befragten mit dem Angebot der Einkaufsmöglichkeiten überwiegend zufrieden sind, lediglich der Trend weg von individuellen Läden zu großen Ketten häufig kritisiert wurde, kommt das Gastronomieangebot nicht besonders gut an. Bemängelt werden vor allem das geringe Angebot veganer und vegetarischer Restaurants. „Es ist klar, dass nicht gerade eine Route des Guide Michelin durch unsere City führt. Hier findet man eher Convenience-Food“, sagt Prenzler. Die Erkenntnisse sollen den Gastronomen dienen, um über Veränderungen nachzudenken. Doch so schlecht, wie empfunden, sei das Angebot gar nicht. „Wir haben hier viele junge Konzepte wie Dean und David, die in den Köpfen der Besucher noch nicht angekommen sind“, so Prenzler.

Überrascht habe den Chef der City-Gemeinschaft das schlechte Abschneiden des Kröpcke und der Bahnhofstraße. Die Einkaufsmeile zum Ernst-August-Platz kam nicht über ein befriedigend hinaus. „Zum Teil lag das wohl auch an der schlechten Witterung zum Zeitpunkt der Befragung“, versucht sich Prenzler das überraschende Ergebnis zu erklären. Tristes Wetter, kaum Bepflanzung, keine Außenbestuhlung. Doch er sieht auch ein: „Es geht darum, Bedürfnisse zu erkennen. Und wenn sich die Leute am Kröpcke unsicher fühlen, weil es zu dunkel ist, muss man etwas tun.“ Mit der geplanten Licht-Sonne, die über dem Platz hängen soll, will er Abhilfe schaffen. Über das Projekt wird derzeit noch in mehreren Gremien entschieden. Auch habe ihn das Ergebnis der Befragung darüber nachdenken lassen, ob man den Besuchern mit den Baustellen vielleicht zu viel zugemutet hat. „Das werden wir im Blick behalten.“ Eine weitere Konsequenz aus der Umfrage ist, dass die City-Gemeinschaft über zusätzliches Sitzmobiliar nachdenkt, das sich die Passanten wünschen. Bänke wären laut Prenzler allerdings die falsche Wahl, da sie vielen auch als Bett dienen würden.

Die Kooperation zwischen FHDW und City-Gemeinschaft soll fortgesetzt werden. „Wir sind sehr froh über die Erhebung, die uns normalerweise viel Geld kosten würde“, sagt Prenzler. Bei der nächsten Befragung will er ein Augenmerk auf die Nahverkehrs-Anbindung legen. Hintergrund ist der Baubeginn der D-Linie. Richtig spannend sei der Vergleich dann nach mehreren Jahren.

Von Maren Tinz

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