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Ottmar Thies, Mitarbeiter der aha (Abfallwirtschaft Region Hannover) schaufelt am 26.10.2012 auf dem Gelände der aha in Hannover (Niedersachsen) an einem Streusalzberg.

Ottmar Thies, Mitarbeiter der aha (Abfallwirtschaft Region Hannover) schaufelt auf dem aha-Gelände in Hannover n einem Streusalzberg. (Aufnahme am 26.10.2012)© dpa

Hannover bestens für den Winter gerüstet

Hannover und die anderen Städte Niedersachsens sind bestens für den Winter gerüstet. Die Streusalzlager sind voll. Weil im vergangenen Winter kaum Auftausalze verbraucht wurden, konnten die Städte dieses Jahr ihre Ausgaben senken.

Hannover. Anke Voigt von der aha Abfallwirtschaft Hannover freut sich, dass sie dieses Jahr keine Auftausalze kaufen musste, weil das Lager noch prall gefüllt sei. Nach dem harten Winter 2010/2011, bei dem in Hannover 8000 Tonnen Streusalz verbraucht worden seien, wurden 6000 Tonnen für den Winter 2011/2012 bestellt, die noch vollständig vorhanden seien. Voigt gibt sich daher gelassen: "Sollten wir im Laufe des Winters 2012/2013 mehr verbrauchen, lassen wir uns kurzfristig nachbeliefern." Im November werden überdies die aha-Streugutkisten, die in der Stadt Hannover vielerorts am Straßenrand stehen, mit Streusplitt befüllt. Das Salz werde ohnehin nur eingesetzt, wenn man mit dem Split nicht weiterkomme, so Voigt.

Die niedersächsische Straßenbauverwaltung mit ihren 73 Autobahn- und Straßenmeistereien und die Städte sind nach einer Umfrage der dpa gut auf die kommende Wintersaison vorbereitet. "In über 110 Streugutlagern in Niedersachsen stehen rund 150 000 Tonnen Streusalz zur Verfügung", sagte die Sprecherin der Landesbehörde. Nach den Erfahrungen mit der Streusalzknappheit in den Wintern 2009/2010 und 2010/2011 seien im vergangenen Winter die Lagerkapazitäten kurzfristig in etwa verdoppelt worden.

Auch für die kommende Wintersaison gelte: Sobald im laufenden Betrieb der Bestand 80 Prozent der Lagerkapazität unterschreite, werde Salz nachbestellt. Aufgrund des recht milden Winters 2011/2012 mit einem relativ geringen Verbrauch von rund 70 000 Tonnen Streusalz und der parallelen ständigen Wiederbefüllung der Salzlager während der Winterperiode liegt die neu beschaffte Streusalzmenge bei nur 20 000 Tonnen für die kommende Wintersaison.

2012 wurden bis Ende Oktober 3,4 Millionen Euro für Salzeinkäufe ausgegeben. Davon entfielen für die 1360 Kilometer langen Autobahnabschnitte und die 4673 Kilometer lange Bundesstraßenabschnitte 2,2 Millionen Euro, für die Landesstraßen (8043 Kilometer) eine Million Euro und für die Kreisstraßen in den 13 der 56 von der Behörde betreuten Landkreise (3614 Kilometer) 0,2 Millionen Euro.

Auch die Städte sind für den Winter bestens gerüstet. Das Entsorgungsunternehmen Alba hält für den Winterdienst in Braunschweig 8500 Tonnen Streusalz vor. In Göttingen sind es gar 9000 Tonnen. Randvoll mit 3200 Tonnen sind auch die Lager der Stadt Osnabrück. 1600 Tonnen davon stammen aus dem vergangenen Jahr. "Das ist eine Menge, die auch bei starkem Winter allemal ausreicht. Denn wir haben noch nie mehr als 3000 Tonnen verbraucht, sogar nicht im starken Winter 2010/2011", sagte ein Sprecher der Stadt Osnabrück. In einem normalen Winter verbrauche man 1200 Tonnen.

Und auch die 600 Tonnen, welche in Osterode am Harz eingelagert sind, "sollten für einen normalen Winter reichen", gibt sich Conny Staditz, Sprecher des Baubetriebshofes, zuversichtlich. Staditz betont, dass er mit der Salzqualität des Lieferanten "bisher immer zufrieden" gewesen sei.

In Niedersachsen wurden in den letzten Jahrzehnten durchschnittlich 110 000 Tonnen Streusalz über die gesamte Wintersaison verbraucht. Im Ausnahmewinter 2009/2010 wurden etwa 220 000 Tonnen Salz auf die Straßen gebracht. Im Winter 2010/2011 waren es 160 000 Tonnen. Auch wenn der kommende Winter erneut mild ausfallen sollte, lautet der Appell von Heike Haltermann, Sprecherin der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr an die Autofahrer: "Bei Glätte Fuß vom Gas und sicher ankommen!" (dpa)


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