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Meine Stadt Hannover: Zweifel an ADAC-Studie
Hannover Meine Stadt Hannover: Zweifel an ADAC-Studie
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14:42 04.12.2017
Quelle: dpa
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Hannover

Radfahrer, Nahverkehrsnutzer, Fußgänger – alle extrem zufrieden in Hannover. Autofahrer hingegen haben es vergleichsweise schwer und sind unzufrieden mit der Verkehrssituation. Das jedenfalls geht aus dem aktuellen ADAC-Monitor „Mobil in der Stadt“ hervor (NP berichtete). Er legt damit den Schluss nahe, dass für Autofahrer mehr getan werden muss. Doch die Grünen haben Zweifel an der Studie.

„Der Auftraggeber der Studie war der ADAC. Und es ist nun einmal so, dass solche Studien oft so ausfallen, wie es sich die Interessenvertreter wünschen“, kritisiert Elisabeth Clausen-Muradian, verkehrspolitische Sprecherin der Grünen.

Es seien zwar für Fußgänger und im Nahverkehr schon einige Verbesserungen erzielt worden. „Aber es gibt noch sehr viel zu tun“, sagt die Verkehrsexpertin, aus deren Sicht „das Automobil jahrzehntelang bevorzugt wurde“.

Während sich Radfahrer deshalb schon über kleine Fortschritte freuten, hätten Autofahrer „schneller das Gefühl, dass ihnen etwas weggenommen wird. Dabei haben sie ja viel mehr“, sagt Clausen-Muradian.

Ein weiterer Kritikpunkt: Die geringe Anzahl der Befragten. Nur 291 Personen wurden für den ADAC Monitor zur Einschätzung der Situation für Radfahrer interviewt. Und: Es wurden nur Einwohner und Pendler befragt, die tatsächlich Wege mit dem Fahrrad zurücklegen. Nicht berücksichtigt wurden diejenigen, die nicht Rad fahren, weil sie zum Beispiel die Verkehrsinfrastruktur dafür für ungeeignet halten und deshalb lieber das Auto nutzen.

von Christian Bohnenkamp

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