Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Hannover: Zur Kollekte an die PIN denken
Hannover Meine Stadt Hannover: Zur Kollekte an die PIN denken
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 18.04.2016
NEUE ZEITEN: In der Marktkirche könnte es bald „Kollektomaten“ geben, an denen mit EC- oder Kreditkarten gespendet werden könnte. Ein ähnliches Gerät wurde schon im Bonner Münster etabliert.  Ob das die klassische Kollekte ablösenkann, wird sich zeigen. Quelle: Felix Heyder
Anzeige
Hannover

Scheibe will sich mit den Automaten jetzt näher beschäftigen: „Dafür brauchen wir einen Partner, wir werden mal bei der Sparkasse vorfühlen.“ Das Thema Geld ist Scheibe nicht ganz fremd - er war lange Chef von Toto-Lotto in Niedersachsen.

In Schweden gibt es bereits seit acht Jahren „Kollektomaten“ in den Kirchen. Spenden können bargeldlos mit der Kreditkarte erledigt werden. Seitdem sei die Summe der Kollekten deutlich gestiegen, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Statt - umgerechnet - zwei Euro in den Klingelbeutel zu werfen, liege der Betrag am Automaten eher bei zehn Euro. An dem Gerät gebe es auch ein Menü, an dem der Spender verschiedene Zwecke für seine Gabe auswählen kann - beispielsweise für den Kindergarten oder die neue Orgel.

Für die hannoversche Landeskirche als Ganzes seien die Kollektomaten noch „kein Thema“, sagt Sprecher Johannes Neukirch. Allerdings sorgt sich die Landeskirche wegen möglicher Probleme mit den Klingelbeuteln - befürchtet werden Strafgebühren für die Einzahlung der Kollekten aus den Sonntagsgottesdiensten bei Banken und Sparkassen.

„Es wird immer schwieriger, Bargeld einzuzahlen“, sagt Neukirch, „es deutet sich an, dass die Institute Geld für die Kollekten verlangen werden.“ Hintergrund sei, dass die Banken zum Zählen neue Maschinen einsetzen müssen, die besser Falschgeld erkennen.

In den 1200 Gemeinden werden pro Jahr rund fünf Millionen Euro für überörtliche Zwecke gesammelt, so die Landeskirche. Weit höher dürfte der Gesamtbetrag sein, der für die Gemeinden selbst übers Jahr in den Klingelbeuteln bleibt. Entsprechende Summen könnten an Gebühren anfallen.

Noch sei nicht klar, wie die Kirche auf mögliche Gebühren reagieren werde, so Neukirch: „Wir müssen uns jedenfalls ernsthaft damit beschäftigen, wie wir damit umgehen.“

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 00:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige