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Meine Stadt Hannover: Zu wenig Waggons zu Stoßzeiten?
Hannover Meine Stadt Hannover: Zu wenig Waggons zu Stoßzeiten?
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21:32 18.08.2017
Quelle: von Ditfurth
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Hannover

Der Großteil der Kinder fährt mit der Bahn aus Bemerode bis zum Aegidientorplatz und von dort weiter in die Südstadt. Insgesamt werden rund 55.000 Kinder und Jugendliche in der Region Hannover täglich zur Schule befördert. Die meisten nutzen dabei den öffentlichen Nahverkehr. Das Team Schülerbeförderung bei der Region Hannover ist dafür verantwortlich, dass das reibungslos läuft.

Ein Vater zur NP: „Meine beiden Kinder steigen morgens um 7.21 Uhr in die Linie 6. Wobei von normalem Einsteigen nicht die Rede sein kann. Da auf der Linie nur Bahnen mit zwei Waggons eingesetzt werden, sind die Stadtbahnen bereits so überfüllt mit Schülern und Pendlern, dass ich meine Kinder regelrecht reinschieben muss, damit sie überhaupt mitfahren können.“ Ein gutes Gefühl habe er dabei nicht: „Aber was bleibt mir anderes übrig? Meine Kinder müssen pünktlich in der Schule sein und ich ins Büro.“

Mutter Simone L. hat ähnliche Gefühle, wenn ihr Sohn mit der Bahn zur Bismarckschule fährt: „Einen Sitzplatz hat mein Junge nie, wenn er Glück hat, kann er sich irgendwo festhalten. Aber auch das ist selten möglich.“ Sorgen mache ihr vor allem das: „Wenn die Bahn eine Vollbremsung machen muss, dann fallen die Kinder wie Dominosteine um. Ein sicherer Schulweg sieht anders aus.“

Üstra-Sprecherin Katja Raddatz bestätigte, dass die Linie 6 vom Fahrgastaufkommen sehr gut nachgefragt sei. „Einzelne stärker nachgefragte Fahrten haben bereits in den letzten Jahren dritte Wagen erhalten, die in der morgendlichen Hauptverkehrszeit dafür sorgen, dass die Platzauslastung von 65 Prozent in der Spitzenstunde eingehalten wird“, so die Sprecherin weiter. Weil die Linie 6 auch nachmittags stark genutzt wird, soll die gesamte Linie zum nächsten Fahrplanwechsel mit Drei-Waggon-Zügen ausgestattet werden. Am Freitag reagierte das Unternehmen, setzte bei der Fahrt um 7.12 Uhr ab Messe/Ost drei Wagen ein. Raddatz: „Wir bedauern, dass es Engpässe auf der Linie gegeben hat.“ Zudem will die Üstra die Situation in den nächsten Tagen intensiv beobachten.

von Britta Lüers

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