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Abschied

Hannover: Zapfenstreich für die Bundeswehr

Rund 60 Jahre nach ihrer Gründung wurde die 1. Panzerdivision gestern mit einem Großen Zapfenstreich aus Hannover vor 1500 Gästen verabschiedet. Rund um das Rathaus wurden Straßen gesperrt, in der City gab es eine Protestdemo. Lesen Sie hier den Tag im Live-Ticker nach. Von Christian Bohnenkamp, Fabian Mast und Sebastian Scherer.

19.37 Uhr: Damit endet der Zapfenstreich - und dieser Liveticker.

19.32 Uhr: Der Divisionskommandeur, Generalmajor Johann Langenegger, übergibt Schostok sein Divisionsabzeichen. "Hier wegzugehen fällt nicht leicht", sagt er. "Was für eine Kulisse. Was für eine großartige Geste. Das war ein besonderes Privileg und ein bewegender Moment. Zum Abschluss gab es Geschenke: Für Langenegger eine Mini-Kröpcke-Uhr- für Schostok einen Mini-Divisionsfindling.

19.22 Uhr: Auch OB Stefan Schostok spricht ein paar Worte:"Wir erleben hier kenien traurigen, sondern einen stimmungsvollen Abschied. Als wir überlegt haben, wie wir den Abzug nach Oldenburg begehen wollen, haben wir uns sehr schnell auf eien Großen Zapfenstreich geeinigt. Natürlich bedauern wir den Abschied. Wir hätten Sie hier alle gern in Hannover behalten. Aber wir akzeptieren selbstverständlich die Entscheidung im Rahmen der Bundeswehrreform. So soll der Blick heute auch nach vorn gerichtet werden.

19.14 Uhr: Von der Leyen weiter: "Aber es gibt auch einen Neuanfang in Oldenburg." Sie geht davon aus, dass auch dieses Kapitel mit "viel Enthusiasmus" aufgeschlagen wird.

19.12 Uhr: Von der Leyen weiter: "Die Entscheidung hat sicher ganz viele traurig gemacht. Hannover und die 1. Panzerdivision - das war 59einhalb Jahre eine Einheit."

19.07 Uhr: Die Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen steht jetzt am Rednerpult. "Ich danke Hannover von Herzen, dass sie alle Angehörigen der Division immer liebevoll in ihrer Mitte aufgenommen hat."

18.29 Uhr: Jetzt erklingt die Nationalhymne, anschließend ist Abmarsch.

18.11 Uhr: Der Kommandeur macht Meldung, Es folgen die drei Musikstücke wie unten beschrieben.

18.00 Uhr: Die Fackelträger marschieren ab. Das Wachbataillon marschiert mit Spielmannszug ein. Pünktlich war die Bundeswehr ja schon immer. Es geht los.

17.58 Uhr: Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, OB Stefan Schostok und der Kommandeur betreten den Trammplatz, stehen jetzt auf einem roten Podest in der Mitte.

17.54 Uhr: Zum Leidwesen der Bundeswehr fällt bei Pazifisten immer wieder der Slogan "Soldaten sind Mörder". Er war Gegenstand zahlreicher Gerichtsprozesse. 1995 entschied das Bundesverfasungsgericht das Tucholsky-Zitat als zulässig.

17.48 Uhr: Während auf dem Trammplatz Marinesoldaten des Wachbataillons mit Fackeln aufmarschieren, tönen von der Friedensdemo Gesang und Parolen herüber - darunter "Soldaten sind Mörder!"

17.45 Uhr: In 15 Minuten beginnt der Zapfenstreich. Die Ehrengäste haben auf der Tribüne Platz genommen.

17.37 Uhr: Ein Sprecher der Verkehrsmanagementzentrale spricht von einem "erweiterten Berufsverkehr". Insbesondere an der Raschplatzhochstraße und auf der Marienstraße ist der Verkehr sehr dicht. "Hannover bricht daran nicht zusammen, aber man muss sich Zeit mitnehmen" - im Schnitt ungefähr 30 Prozent mehr als gewöhnlich. Gegen 18 Uhr, so schätzt der Sprecher, entspannt sich die Situation wieder.

17.33 Uhr: Der Friedenszug erreicht gleich den Trammplatz.

17.30 Uhr: Die Ehrengäste nehmen ihre Plätze auf der Tribüne ein. Unter anderem: Der Bundestagsabgeordnete Wilfried Lorenz (CDU), Politiker aus dem Landtag und dem Rat der Stadt, Polizeipräsident Volker Kluwe.

17.28 Uhr: Weitere Details zur Verkehrslage: Zwischen Clausewitzstraße und Aegidientorplatz gibt es zwei Kilometer Stau, ebenso auf dem Südschnellweg zwischen Hildesheimer Straße und Ricklinger Kreisel.

17.22 Uhr: Auf dem Trammplatz ist alles vorbereitet. Der Eingangsbereich wird zusätzlich mit warmen Licht angestrahlt. Die ersten Bürger sind eingetroffen. Sie können die Zeremonie vom Friedrichswall aus beobachten.

17.19 Uhr: Auf den Straßen wird es jetzt richtig knifflig. Nahezu der gesamte Cityring ist dicht, auch die Nebenstraßen sind sehr voll. Nur westlich der Leine sieht es etwas besser aus. Feierabendverkehr - wer mit den Öffis fährt, ist jetzt definitiv besser dran.

17.16 Uhr: Der Friedenszug, circa 100 bis 200 Leute, setzt sich in Bewegung. Vom Wagen läuft elektronische Musik, das weihnachtliche Blasinstrumententrio am Kröpcke hat mal eben kurz die Arbeit eingestellt. Zwei Passantinnen schimpfen, ob man das denn jetzt mitten in der vollen City machen muss.

17.11 Uhr: Vor dem Einlass am Trammplatz hat sich eine sehr lange Schlange gebildet. In diesem Zusammenhang auch ein Dank an das trockene Wetter.

16.55 Uhr: Noch eine Stunde: Um 18 Uhr soll der Große Zapfenstreich beginnen. Der Trammplatz füllt sich.

16.47 Uhr: Unter den Ehrengästen am Rathaus sind viele Freunde und Förderer der Division, zum Beispiel ehemalige Kommandeure. Die "normalen" Zuschauer mussten sich schon nach der Anmeldung einer Sicherheistüberprüfung unterziehen.

16.45 Uhr: Ein Blick zur Friedensdemo: Gerade mal ein paar Dutzend Leute stehen am Kröpcke - und natürlich ganz viele Weihnachtsshopper.

16.43 Uhr: Langsam setzt in der Stadt der Feierabendverkehr ein, es wird wieder voller. Besonders betroffen derzeit: Celler Straße, Hamburger Allee Richtung Süden, Königsworther Straße. Außerdem der Südschnellweg zwischen Hildesheimer Straße und Ricklinger Kreisel.

16.30 Uhr: Hier ein Vorgeschmack vom Hannover-Marsch, ein Parademarsch für berittene Truppen im Trab. Nach Eingliederung in die preußische Armee 1866 wurden dem Königs-Regiment Nr. 13 durch Kaiser Wilhelm II das exklusive Recht verliehen, die alten Präsentier- und Parademärsche der ehemaligen hannoverschen Garde du Corps bei besonderen Anlässen aufzuführen.

16.27 Uhr: Welche Musik wird gespielt? Nein, nicht "Smoke on the Water". Sondern: Der "Alexandermarsch" von Andreas Leonhardt, der "Marsch der Hannoverschen Garde du Corps" (unbekannt) und "Alla Hornpipe" von Händel. Die Stücke haben sich Stadt und Division ausgesucht.

16.19 Uhr: Auch die Journalisten müssen sich am Trammplatz strengen Kontrollen unterziehen, dürfen sich innerhalb des Sicherheitsrings nur im Medienraum bewegen. Kameras werden einem Funktionstest unterzogen. Sprengstoffspürhunde untersuchen Laptops und Taschen. Eine Lehre vom (abgesagten) Länderspiel in Hannover?

16.13 Uhr: Leser Christian fragt: "Gibt es den Zapfenstreich live im Fernsehen?" Nein, Christian. Aber live im Ticker.

16.05 Uhr: Der Friedrichswall ist bekanntlich komplett gesperrt. Es gibt zwei Sicherheitsringe. Den äußeren kontrolliert die Polizei, den inneren die Feldjäger.

16.03 Uhr: Gute Nachricht von der Straße: Die Verkehrslage entspannt sich gerade wieder etwas, Schiffgraben und Hamburger Allee läuft der Verkehr wieder. Unser Fotograf steht am Aegi und sagt: "Sowohl von der Hildesheimer als auch vom Schiffgraben nur minimale Verzögerungen."

16.00 Uhr: Und warum die Gegendemo? Hier die Begründung des Friedensbüros: „Die Panzerdivision stand für den Einsatz in Afghanistan. Jetzt geht es um einen Bundeswehreinsatz in Syrien. Wir protestieren gegen die deutsche Beteiligung an diesem neuen Krieg gegen den Terror“

15.53 Uhr: Der Begriff "Zapfenstreich" wird übrigens schon seit Jahrhunderten für den Beginn der Nachtruhe verwendet. Ursprünglich bezeichnet er einen Kreidestrich über den Zapfen der Fässer, um einen weiteren Getränkeverkauf zu unterbinden. Eine andere Erklärung ist, dass die Wachen früher mit dem Säbel auf diese Zapfen geschlagen haben, womit der Ausschank beendet wurde. Danke, Wikipedia.

15.46 Uhr: Was macht der Verkehr? Autofahrer werden gebeten, die Gegend rund ums Rathaus weiträumig zu umfahren - aber nicht alle halten sich daran. Marienstraße, Schiffgraben, Berliner/Hamburger Allee (Richtung Süden) sind derzeit ziemlich voll.

15.38 Uhr: Wegen des Abschieds auf dem Trammplatz kommt es rund um das Rathaus zu einigen Einschränkungen. Das Neue Rathaus war für Besucher lediglich bis 11 Uhr geöffnet, das betraf auch das Bürgerbüro. Das Museum August Kestner bleibt ganztägig geschlossen. Und seit 12 Uhr sind das Neue Rathaus und die nähere Umgebung nicht mehr für Fußgänger erreichbar.

15.34 Uhr: Wo die Bundeswehr ist, sind die Pazifisten nicht weit: Mit einem Protestzug will das Friedensbüro heute die 1. Panzerdivision aus Hannover verabschieden. Start der Aktion ist um 16.30 Uhr am Kröpcke. „Sie stand für den Einsatz in Afghanistan. Jetzt geht es um einen Bundeswehreinsatz in Syrien. Wir protestieren gegen die deutsche Beteiligung an diesem neuen Krieg gegen den Terror“, erklärt Agnes Hasenjäger vom Friedensbüro.

15.30 Uhr: Worum geht es heute? Mit dem höchsten militärischen Zeremoniell wird die Verlegung des Großverbands an den Standort Oldenburg gefeiert. Die Stadt erwartet Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) und rund 500 weitere geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur. Außerdem werden rund 1000 Zuschauer, die sich vorab zu der Veranstaltung anmelden konnten, die einstündige Zeremonie verfolgen.


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Hannover in Zahlen

  • Bundesland: Niedersachsen
  • Landkreis: Region Hannover
  • Fläche: 204,14 km²
  • Einwohner: ca. 550.000
  • Bevölkerungsdichte: 2552 Einwohner je km²
  • Postleitzahlen: 30159 - 30669
  • Ortsvorwahl: 0511
  • Kfz-Kennzeichen: H
  • Lage: 52° 22´ N / 9° 43´ O
  • Wirtschaft: Firmendatenbanken
  • int. Flughafenkürzel: HAJ
  • Stadtverwaltung: Trammplatz 2
     30159 Hannover
     Telefon: 0511 168-0
  • Oberbürgermeister: Stefan Schostok