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Meine Stadt Hannover: Wo die Farbeier die Ideen bringen
Hannover Meine Stadt Hannover: Wo die Farbeier die Ideen bringen
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00:16 20.09.2017
DIE MACHER: Melanie Botzki und Benedikt Poensgen organisieren „Ausnahmezustand“ und Bewerbung. Quelle: Michael Wallmüller
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Hannover

 Und batsch, batsch, batsch – da sausen die Farbeier zur höheren Ehre der Kulturhauptstadt Hannover an die weiße Wand. Das Ganze ist ein „Ausnahmezustand“ auf 520 Quadratmetern. So heißt die noch bis kommenden Dienstag dauernde Aktion in einem leerstehenden Geschäftshaus an der Lavesstraße, bei der Ideen für die Bewerbung für den Titel Kulturhauptstadt Europas 2025 gesammelt werden.

Den Start machte erst einmal die versammelte Kulturszene der Stadt, ab heute ist die Bevölkerung gefragt, die bei einen sich über drei Stockwerke erstreckenden Parcours mit viel Mitmachenergie eigene Ideen und Visionen entwickeln soll – darüber, was Hannover ausmacht, was die Stadt zum kulturellen Ort macht, womit man sich bewerben und den Titel holen soll.

Der Auftakt zumindest war okay, eine Stimmung wie eine Mischung aus Kindergeburtstag, Incentive und Geisterbahn. Denn in manchen Räumen ist es ganz dunkel, im UV-Licht schimmern geheimnisvoll Leitthemen („Integration“), ein Druck auf den großen Notknopf, Licht an – und es geht weiter zu den verschiedenen Stationen der „partizipativen Galerie“. Vorher gibt’s für jeden zur Stärkung eine Tüte mit Süßigkeiten (und der Bemerkung, dass Hannover die Stadt mit den meisten Kiosken ist). Die Szene ist jedenfalls begeistert. „Tolle Idee“, so Harald Schandry (Freie Theater), „ich hoffe, es kommt einiges zusammen.“ Da sieht man Künstler (Franz Betz) Taschen („Hannover hat nichts“) bemalen. Vertreter des Tanzes (Choreograf Felix Landerer, Helmut Jochheim von der Ballettgesellschaft) Fotos mit Ideen posten. Noch dabei die Kestnergesellschaft, Staatsoper, NDR Radiophilharmonie, Eisfabrik, viel Soziokultur, Literaturhaus.

Zwischen Wände bemalen, Gedanken aufschreiben ,Bilder an die Wand pinnen gibt es diverse Gesprächsrunden. In einer davon fordert Kulturdezernent Harald Härke: „Es geht darum, Potenzial zu heben.“ Das dürfte leicht fallen, wenn es soviel Spaß macht wie hier.

Ab heute bis Dienstag darf jeder mitmachen. Eingang: Lavesstraße 75, halbstündliche Führungen zwischen 17 und 19 Uhr.

Von Henning Queren

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