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SicherE kindergartenplätze: Noch ist nicht klar, wie es in Ahlem weitergehen soll.

SicherE kindergartenplätze: Noch ist nicht klar, wie es in Ahlem weitergehen soll.
© Foto: Stratenschulte/dpa

Erziehung

Hannover: Wie sieht Ahlems Kita-Zukunft aus?

Kaum ein anderes Thema treibt Eltern so sehr die Sorgenfalten ins Gesicht wie das Thema Kinderbetreuung. Besonders tief sind die Sorgenfalten derzeit bei Eltern in Ahlem. Dort droht zum Sommer 2018 ein Kita-Notstand. Schuld ist nach An­sicht vieler Eltern die Untätigkeit der Verwaltung.

Hannover. „Die Stadt wusste seit langem von dem drohenden Problem. Doch statt zu handeln, haben die Verantwortlichen einfach weggesehen“, macht Vater Marco Fuhrmann seinem Ärger Luft. Fuhrmanns Sohn be­sucht die Krippe der Kita Ahlemer Holz. Er selbst sitzt im Elternbeirat. Die Kindertagesstätte hat drei Krippen- und eine Kindergartengruppe. Im August 2018 werden 24 Kinder die Krippe verlassen. Fuhrmann: „Doch im Gegenzug werden nur fünf Plätze im Kindergarten frei.“ Und täglich gehen neue Bewerbungen für einen Kindergartenplatz in der Kita Ahlemer Holz ein – auch aus den angrenzenden Bezirken.

„Alle Eltern hier wünschen sich natürlich, dass ihre Kinder nicht die Einrichtung wechseln müssen beim Übergang von der Krippe in den Kindergarten. Aber selbst das würden sie akzeptieren, wenn es genügend Alternativen im Stadtteil gäbe. Aber das ist nicht der Fall“, so Elternvertreter Fuhrmann. Nach eigenen Angaben liegt die Stadt in Ahlem, Davenstedt und Ba­denstedt derzeit weit unter der angestrebten Versorgungszielzahl. Diese liegt bei Krippen bei 33.6 Prozent (geplant sind 65 Prozent) und für Kindergärten bei 82,6 Prozent (hier sollen 102 Prozent erreicht werden). „Die Verwaltung ist bestrebt, diese Quoten kurz- und mittelfristig durch eigene Neu- und Umbauprojekte sowie durch die Förderung von Projekten Dritter zu erhöhen“, teilt die Stadt mit.

Während in Badenstedt und Davenstedt mehrere Projekte in konkreter Planung seien, ist sich die Verwaltung des Mangels in Ahlem durchaus bewusst: „Für Ahlem besteht dringender Handlungsbedarf.“ Dieses Eingeständnis sei zwar schon ein kleiner Erfolg, sagt Marco Fuhrmann, aber „trotzdem ist es ein Unding, dass die Stadt so lange weggeschaut hat. Hier wurden schließlich Neubaugebiete erschlossen, und die Stadt hat offenbar nicht daran gedacht, dass das auch mehr Kinder bedeutet.“

Nun prüft die Verwaltung, ob es in Ahlem ein geeignetes Grundstück gibt, auf dem man Container aufstellten könnte. So könnten kurzfristig weitere Kita-Plätze im Stadtteil geschaffen werden. Fuhrmann: „Das ist natürlich besser als nichts, weil unsere Kinder in Ahlem bleiben könnten. Es darf aber höchstens eine Übergangslösung sein und nicht das Ahlemer Kita-Modell der Zukunft.“

Von Britta Lüers


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