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volle pulle:Profi Emil Lindholm (links) wird auf seine Testfahrt vorbereitet. Der kleine E-rennwagen erwies sich auf dem Gelände des Fahrsicherheitszentrums als wendiger Flitzer.

Volle Pulle: Der kleine E-Rennwagen erwies sich auf dem Gelände des Fahrsicherheitszentrums als wendiger Flitzer.© Petrow

Technik

Hannover: Wie ein Profi einen E-Rennwagen fährt

Das Fahrgefühl und die Dynamik sind ganz anders, man sitzt ja direkt vorne im Auto.“ GT-Masters-Series-Pilot Emil Lindholm testete am Montag auf dem ADAC-Gelände in Laatzen den Elektro-Rennwagen des Teams Blue Flash HAWK.

laatzen. Die Göttinger und Hildesheimer Studenten starten mit dem rund 180 Kilogramm leichten Boliden bei der Formula Student Electric in Italien, einer Weltmeisterschaft unter Universitätsteams. Der finnische Profi war angetan: „Die Bremsen sind sehr gut, das Fahren macht Spaß.“

Vor zwei Jahren starteten die Studenten ihr Projekt. Mittlerweile ist das Team auf 25 Personen angewachsen, von Maschinenbauern und Elektrotechnikern bis hin zu Wirtschaftsingenieuren und Designstudenten. Bei einem Rennwagenbau ist viel zu beachten: „Wir haben die einzelnen Arbeitsabschnitte genau aufgeteilt“, sagt der technische Projektleiter Laurent Matthies. Kommilitone Timo Rusteberg studiert Wirtschaftsingenieurwesen und kümmert sich um die Finanzierung des Projekts.

(Video: Florian Petrow)

So kam auch der Kontakt zum ADAC zustande: „Das Team verkörpert eine Kombination von Kernthemen, die für uns sehr interessant sind“, sagt Sven Stieger vom ADAC. Verkehrssicherheit, Motorsport, Nachwuchsförderung und der Einsatz neuer Technologien kämen zusammen. Die Blue-Flash-Crew war dankbar, ihren Rennwagen auf dem Gelände des Fahrsicherheitszentrums testen zu können: „Normalerweise fahren wir in Göttingen auf dem Flugplatz“, berichtet Timo Rusteberg. Von der Testfahrt mit Emil Lindholm erwarteten die Studenten auch einiges: „Es hilft uns sehr, direktes Feedback von einem professionellen Fahrer zu bekommen“, sagt Rusteberg.

Wendig düst der Flitzer durch den Pylonen-Parcour. „Es ist faszinierend zu sehen, wie der Wagen fährt, wie er reagiert und das tut, was man sich im Vorfeld vorgenommen hatte“, sagt Chefkonstrukteur Matthies. Eine Frage ist noch offen: Wer aus dem Team darf bei der WM am 19. Juli ans Steuer? Fünf Fahrer braucht jedes Team: „Wir machen noch ein paar Testfahrten“, sagt Matthies, „dabei geht es nicht nur um Schnelligkeit, sondern vor allem um Zuverlässigkeit.“ Schließlich darf dem Wagen nichts passieren.

Emil Lindholm wird wohl nicht für das Blue-Flash-HAWK-Team fahren. Auch wenn seine Fahrweise die Studenten begeistert hat: „Wahnsinn, wie der in der Kurve bremst“, sagt einer, ein anderer ergänzt: „Den nehmen wir mit nach Italien.“

Von Janik Marx


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