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Meine Stadt Hannover: Wer zieht in den runden Bunker?
Hannover Meine Stadt Hannover: Wer zieht in den runden Bunker?
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00:28 06.07.2015
AUF DEM IMMOBILIENMARKT: Ein Architekt aus Hannover möchte seinen Bunker gern loswerden. Quelle: Florian Petrow
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Hannover

Der Hochbunker als außergewöhnliches Bauobjekt - in Hannover baut etwa die Axia Wohnimmobilien einen Weltkriegsbunker an der Ricklinger Straße (Linden) zu einem Wohnhaus um. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) hat von ihren 13 Hochbunkern in Hannover etwa die Hälfte verkauft. Möglich ist dies, seitdem 2012 die Zivilschutzbindung weggefallen ist.

Seit kurzem ist ein weiterer Hochbunker im Angebot - entweder zur Miete oder zum Kauf. Zu einem Preis von 129 000 Euro. Es handelt sich um den runden Hochbunker am Friedrich-Ebert-Platz (Ricklingen). Besitzer ist ein 74-jähriger Bauingenieur und Architekt aus Hannover, der das Objekt erst Anfang des Jahres von der Stadt Hannover gegen Höchstgebot erstanden hatte.

„Aus Jux und Dollerei“, wie der 74-Jährige, der seinen Namen lieber nicht in der Zeitung lesen möchte, sagt. Pläne für die außergewöhnliche Immobilie habe er aktuell keine. Bei 50 Zimmern jeweils in der Größe von bis zu 6,5 Quadratmetern sei es schwierig, etwas zu realisieren, sagt er. Auch ein Umbau wäre fordernd - bei Wänden von bis zu 1,40 Metern Dicke. Immerhin: Den 27 Meter hohen Bunker von 1941 hatte die Stadt in den 1960er Jahren für den Zivilschutz ausgebaut und neue Wasser- und Stromleitungen legen lassen, die heute funktionieren.

Was man aus einem Bunker dennoch so machen kann, zeigt ein Beispiel aus Hamburg: In einem alten Luftschutzbunker am Baumwall zwischen Landungsbrücken und dem Portugiesenviertel hat sich im Oktober 2014 ein portugiesisches Restaurant niedergelassen.

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