Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meine Stadt Hannover: Was stimmt im Bundespolizei-Skandal?
Hannover Meine Stadt Hannover: Was stimmt im Bundespolizei-Skandal?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:19 23.11.2015
Anzeige
Hannover

Die beiden Beamten hatten im Mai bundesweit eine Lawine losgetreten, indem sie in einem mehrseitigen Schreiben auf angebliche Misshandlungen von Flüchtlingen in der Wache aufmerksam machten. Im Mittelpunkt der Vorwürfe stand ihr 39-jähriger Kollege Torsten S. (NP berichtete). Er soll beispielsweise einen Afghanen (19) und einen Marokkaner (19) in der Dienststelle gequält haben. Weitere Verfehlung sei ein sexueller Übergriff von S. gegenüber einem Praktikanten gewesen.

Laut Klinge sind inzwischen eine Reihe von Zeugen vernommen worden, die Ermittlungen gestalteten sich schwierig. Die Verfehlungen und Missstände, die die Anzeigeerstatter öffentlich gemacht und angeprangert hatten, sollen zum Teil nicht auf eigenem Erleben, sondern auf Hörensagen beruhen. „Es gilt zu prüfen, ob etwas falsch vorgetragen wurde“, so Klinge. Die Beamten sollen seit Bekanntwerden des Skandals krankgeschrieben sein. Die Bundespolizeidirektion Hannover wollte sich gestern nicht zu dem Verfahren gegen die beiden Betroffenen äußern. Sprecher Jörg Ristow verwies auf „die laufenden Ermittlungen“.

Nach NP-Informationen soll besonders ein Vorwurf fraglich sein: S. sollte den Marokkaner gezwungen haben, vergammeltes Schweinemett zu essen. Angeblich gibt es Anhaltspunkte dafür, dass es diesen Vorgang nie gegeben habe. Der 39-Jährige, der weiter vom Dienst suspendiert ist, gilt im Kollegenkreis als Aufschneider. Unbestritten scheint dagegen, was in seiner Wohnung gefunden wurde: Kinderpornos und eine Pumpgun.

Von Britta Mahrholz

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Rätsel um die angebliche Bombenattrappe, die nach Absage des Freundschaftsspiels Deutschland gegen Niederlande am Dienstagabend in einem Intercity (IC) im Hauptbahnhof gefunden wurde (NP berichtete), ist gelöst. Beamte der Polizeidirektion Hannover haben den Reisenden ausfindig gemacht, der das verdächtige Paket im Zug hatte liegen lassen. Der Mann hatte offensichtlich den Karton mit elektrischen Bauteilen in der Gepäckablage vergessen.

20.11.2015

Am Wunschbrunnen stehen schon die Tannen, vor der Marktkirche werden die ersten Buden aufgebaut – am Mittwoch, 25. November, starten in Hannover die Weihnachtsmärkte. Aber sind Glühwein und Schmalzkuchen zurzeit überhaupt noch ein sicheres Vergnügen?

22.11.2015

Personen im Gleis: Im Hauptbahnhof Hannover kommt es Donnerstag Nachmittag zu teilweise erheblichen Verspätungen und Zugausfällen.

19.11.2015
Anzeige