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Hannover: Warnstreik legt Hannover lahm

Der City droht am kommenden Dienstag (26. April) ein Verkehrskollaps. Verdi ruft zum Warnstreik auf – mit der Folge, dass nicht nur die Busse und Bahnen der Üstra in ihren Depots bleiben.

Hannover. Weil wahrscheinlich weit mehr als 1000 Teilnehmer zur Kundgebung auf dem Trammplatz um 11 Uhr ziehen, dürften auch Autofahrer betroffen sein. – zumal die Üstra ihre Fahrgäste bittet, auf andere Verkehrsmittel auszuweichen. S-Bahn, RegioBus, metronom, Erixx und Westfalenbahn fahren wie gewohnt. Ihre Mitarbeiter fallen nicht unter den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes.

Eltern, deren Kinder in eine städtische Kita gehen, müssen sich darauf einstellen, am Dienstag vor geschlossenen Türen zu stehen. Bei frühereren eintägigen Warnstreiks, bestätigt Karin Gödecke als Vorsitzende des Gesamtpersonalrates der NP, habe es keine Notdienste gegeben. Man muss sich also auf geschlossene Kitas einstellen.

Der Stadt liegen nach Auskunft ihres Sprechers Andreas Möser noch keine Angaben darüber vor, in welchen Bereichen konkret zum Warnstreik aufgerufen werden soll. „Zwischen Verwaltung und Gewerkschaft ist generell vereinbart, dass eine konkrete Information spätestens drei Tage vor einem geplanten Warnstreik an die Stadtverwaltung erfolgt.“ Mögliche Betroffene würden dann unterrichtet.

Es könnte sein, dass Stadionbad, Stöckener Bad, Nord-Ost-Bad und Vahrenwalder Bad am Dienstag geschlossen bleiben, dass die Bürgerämter nur eingeschränkt arbeiten, das Standesamt einen Notdienst einrichtet. Ob die Kraftfahrzeugzulassungsstelle und das Fundbüro öffnen, steht bisher nicht fest.

Auch im Abfallwirtschaftsbetrieb aha sind die Warnstreikfolgen noch nicht klar. Verhandelt wird über eine Notdienst- und Nachholvereinbarung. Deponien und Betriebshöfe sind sehr wahrscheinlich am Dienstag dicht. Regionsweit wird die Müllabfuhr ausfallen – und sich sehr wahrscheinlich dann bei den darauf folgenden Abfuhrterminen der Woche um einen Tag verschieben.
Die dritte Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst läuft am 28. und 29. April in Potsdam. Die Gewerkschaften fordern sechs Prozent mehr, die Arbeitgeber haben drei Prozent mehr für zwei Jahre angeboten.

In den Krankenhäusern des Klinikums Region Hannover (KRH) kann es schon am Donnerstag passieren, dass Operationen verschoben werden, bei denen kein Zeitdruck besteht. Betroffene erhalten zuvor eine Nachricht.
Die Geschäftsführung und die Gewerkschaft Verdi haben eine Notdienstvereinbarung abgeschlossen, die den Ablauf beim eintägigen Warnstreik regelt. Klinikumssprecherin Petra Kesten-Kühne dazu: „An allen Standorten ist eine Mindestbesetzung garantiert – wie am Wochenende.“ Die Behandlung aller Notfälle ist sichergestellt. Verschiebbare Operationen können, müssen aber nicht ausfallen. Private und kirchliche Krankenhäuser sowie die Medizinische Hochschule sind nicht betroffen. Am Dienstag, wenn städtische Mitarbeiter, Üstra und aha streiken, ist im Klinikum nichts geplant.

Den Beschäftigten geht es beim Protest nicht nur um ihre Forderung nach sechs Prozent mehr Geld, sondern sie wollen auch auf die schwierigen Arbeitsbedingungen aufmerksam machen. „Es fehlt an Personal, die Beschäftigten sind überlastet und stehen unter permanentem Zeitdruck“, sagt Verdi-Sekretärin Brigitte Horn, „die Beschäftigten brauchen eine echte Verbesserung.“


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Hannover in Zahlen

  • Bundesland: Niedersachsen
  • Landkreis: Region Hannover
  • Fläche: 204,14 km²
  • Einwohner: ca. 550.000
  • Bevölkerungsdichte: 2552 Einwohner je km²
  • Postleitzahlen: 30159 - 30669
  • Ortsvorwahl: 0511
  • Kfz-Kennzeichen: H
  • Lage: 52° 22´ N / 9° 43´ O
  • Wirtschaft: Firmendatenbanken
  • int. Flughafenkürzel: HAJ
  • Stadtverwaltung: Trammplatz 2
     30159 Hannover
     Telefon: 0511 168-0
  • Oberbürgermeister: Stefan Schostok