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Meine Stadt Hannover: Vorgezogene Wahl wird Herausforderung
Hannover Meine Stadt Hannover: Vorgezogene Wahl wird Herausforderung
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00:17 20.08.2017
VORBEREITUNG LÄUFT: Schon am 28. September, zwei Werktage vor den Herbstferien, sollen die Briefwahlstellen zur Landtagswahl geöffnet sein.  Quelle: dpa
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Hannover

 Entspannung nach der Bundestagswahl? Für Wahlleiter Carsten Köller und sein Team im hannoverschen Rathaus ist daran nicht zu denken. Die vorgezogene Landtagswahl (15. Oktober) wird nicht nur dort zur logistischen Herausforderung. „Jeder Tag zählt“, sagt Klaus Abelmann, Sprecher der Region.

Erklärtes Ziel ist, die Briefwahlstellen vor Beginn der Herbstferien zu öffnen. Zwei Werktage vorher genau – das wäre der 28. September. Ob das aufgeht, weiß derzeit niemand. Laut Köller brauchen die Druckereien allein vier Wochen, um das für die Wahl bestimmte Spezial-Papier zu ordern und zu erhalten.

Bis zum 11. September müssten alle Parteien und Direktkandidaten, die antreten wollen, die Wahlvorschläge mit den Unterstützer-Unterschriften eingereicht haben. Das sind 100 Unterschriften für Direktkandidaten, 2000 für die Landeslisten.

Am 15. September, so der Plan, werden die Wahlausschüsse über die Zulassung entscheiden. Bis zum 18. September sind Widersprüche möglich, die bis zum 21. September behandelt werden. Erst danach kann der Druck der Stimmzettel beginnen – 460 000 sind es fürs Umland, gut 370 000 für die Stadt.

Parallel zu dieser Arbeit müssen die Wahlleiter und ihre Teams Wahllokale finden, notfalls Ersatz beschaffen und Wahlhelfer suchen. Allein in der Stadt Hannover werden 3900 gebraucht. Damit die Auswahl bis zur Bundstagswahl am 24. September steht, waren schon im Mai Briefe an Bürger verschickt worden.

„Die Wahlhelferberufung ist seit Bekanntwerden des Wahltermins vor einer Woche in vollem Gange. Freiwillige können sich bei der Landeshauptstadt unter der Telefonnummer 168-43230 melden“, sagt Stadtverwaltungssprecher Dennis Dix. Man werde auch die berufenen Wahlhelfer der Bundestagswahl anschreiben.

Wahrscheinlich aber, so die Befürchtung, ist deren Bereitschaft nicht ganz so groß, sich nur drei Wochen später erneut für einen Tag in den Dienst der guten Sache zu stellen. Zumal der 15. Oktober letzter Tag der Herbstferien ist und einige noch im Urlaub sein dürften.

„Wenn es keine Beschwerden gegen die Entscheidung der Wahlausschüsse gibt, ist vielleicht möglich, die Briefwahlstellen, einen Tag oder zwei Tage früher zu öffnen“, sagt Köller. Alle Vorbereitungen liefen auf Hochtouren; zum Teil seien Unterschriftenlisten schon geprüft.

Nach dem zweifachen Einsatz innerhalb von drei Wochen sind wahrscheinlich viele im Wahlamt urlaubsreif. Die nächste Abstimmung läuft 2019 – Europawahl.

Von Vera König

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