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Studentenleben

Hannover: Vier Studierende geben Tipps für Erstis

Wo entspannt man? Wo geht man feiern? Die NP hat mit vier Studierenden gesprochen und sie nach ihren Tipps gefragt.

Hannover. An den Hochschulen lernen die neuen Studenten bereits fleißig, heute beginnt auch an der Leibniz-Universität das Wintersemester . Für alle Anfänger bedeutet dies: ein völlig neues Leben . Die NP hat mit Uni-erfahrenen Hannoveranern darüber gesprochen, was sie den Erstsemestern mit auf den Weg geben würden.

Rebecca Herzog, 28 Jahre, viertes Semester Promotion Biologie, kommt aus Hannover:

Wie vertreibt man sich Wochenenden in Hannover?

Linden is a Lifestyle. Zum Essen, Trinken, Tanzen, Feiern bitte ab über die Ihme. Wer Samstagmorgen noch Bafög im Portemonnaie haben sollte, bummelt über den Flohmarkt am Leineufer oder setzt es am Sonntag auf Sieg beim Pferderennen auf der Neuen Bult.

Wie kommt man runter?

Als gute TiHo-Studentin und Pferdemädchen par excellence hab ich dafür mein Pony. Die Hauptstadt des Pferdebundeslandes bietet viele Möglichkeiten, in den Sattel zu kommen und super Ausreitgelände. Ich suche übrigens auch noch eine Reitbeteiligung. Weniger Pferdebegeisterte kommen in der Eilenriede oder natürlich am Maschsee auch auf ihre Kosten. Ein Besuch im Erlebniszoo lohnt sich auch immer.

Wo ist der schönste Platz deiner Uni und warum?

Für mich ist der schönste Platz an der TiHo das Teehäuschen am Teich neben dem ITZ. Hier kann man sich in der Mittagspause auf der Veranda sonnen und Wasserschildkröten beobachten, die das gleiche tun. Für Partys kann man das kleine Fachwerkschmuckstück sogar mieten. Meiden sollte man die Mensa am Bünteweg zu den Stoßzeiten. Besser ist die Mensa Caballus am B-Damm!

Deine Tipps für Studienanfänger?

Stresst euch nicht zu sehr. Ich habe noch nie jemanden sagen gehört, „das geilste an meinem Studium war der Einser-Abschluss in Regelstudienzeit“. Klar, man darf es nicht auf die leichte Schulter nehmen, aber Auslandssemester, außergewöhnliche Praktika, coole Ferienjobs oder Exkursionen tun nicht nur dem Lebenslauf gut, sondern bieten einen guten Ausgleich zum Studienalltag.

 

Henry Alves, 22 Jahre, siebtes Semester Visuelle Kommunikation an der Hochschule Hannover, Fakultät 3, Design & Medien, aus Hannover, wohnt derzeit in Döhren:

Wie vertreibt man sich Wochenenden in Hannover?

Vielseitig, meistens beginnt der Abend auf WG-Partys. Danach Clubhopping beziehungsweise auch mal Konzerthopping, aber lieber in den kleinen Locations in Linden. Aber pauschal ist da schwer eine Aussage zu treffen. In und um Hannover geht eine Menge, über Qualität lässt sich streiten. Wer genau hinschaut, kann viele spannende Dinge, kleine Bars, Clubs oder Galerien entdecken, mit denen es sich ganz gut durchs Wochenende flanieren lässt. Rauskommen ist aber auch mal schön. Zum Beispiel, um auf Festivals zu gehen – etwa das Fuchsbau-Festival, was sogar ganz in der Nähe ist. Nichtsdestotrotz, nichts geht über ein schläfriges Wochenende auf dem Sofa. Wirkt Wunder.

Wie kommt man runter?

Ich persönlich viel mit Sport. Ich spiele seit meiner Jugend Tennis und habe diesen Ausgleich beibehalten, was mir sehr wichtig ist.

Wo ist der schönste Platz deiner Uni und warum?

Das ist für uns Studenten der Hochschul-Fakultät 3, die direkt an der Expo-Plaza am Messegelände liegt, eine Fangfrage. Kulinarisch und kulturell ist das Areal hier eine ziemliche Einöde. Einziges Highlight: die Hot Dogs von Ikea. Demnach beschränkt sich „meine Uni“ wirklich auf den sachlichen Begriff des Ortes, wo ich studiere. Der Rest, das sagenumwobene „Studentenleben“, findet woanders statt – vornehmlich in Linden.

Deine Tipps für Studienanfänger?

Ausgleich. Geht feiern, geht raus. Nutzt die Studentenzeit für das, was euch Spaß macht.

 

Jonas Gerteis, 21 Jahre, füntes Semester Humanmedizin, aus Braunschweig und in Hannover seit zwei Jahren:

Wie vertreibt man sich Wochenenden in Hannover?

Im Sommer heißt es vor allem rausgehen. Ab an die Leine oder in den Georgengarten. Schön mit Freunden grillen. Wenn es kälter ist, sollte man durch Lindens Kneipen streifen. Da gibt es viele skurrile Leute zu sehen. Für einen Kaffee geht man auf die Lister Meile – Menschen gucken und die Zeit an sich vorbeiziehen lassen. Das geht übrigens auch sehr gut im Teestübchen in der Altstadt. Und was man auf alle Fälle machen sollte: Zu Paolo gehen. Er betreibt das Restaurant Pizza Napoli auf der Deisterstraße.

Wie kommt man runter?

Im Sommer geht es nach der Uni schon ganz automatisch ins Annabad in Kleefeld. Da treibt sich dann die halbe MHH rum. Ansonsten komme ich mit meinen Freunden in der WG beim Kochen richtig runter. Und wer den körperlichen Ausgleich braucht, kann zum Uni-Sport gehen. Ich spiele zum Beispiel Fußball in der Uni-Liga.

Wo ist der schönste Platz deiner Uni und warum?

Seien wir ehrlich, die MHH ist nicht der schönste Ort. Aber sehr nett ist das „Wohnzimmer“, ein kleines Café in der Uni. Da gibt es Kaffee und Brötchen für Studenten von Studenten. Dazu ein Kicker, der heißt hier übrigens Krökeltisch, und Sofas. Im Sommer ist der Hof vor der Bib sehr schön und die Wiesen vor dem Gebäude I4. Nicht allzu viel Zeit sollte man in der Bib verbringen – vor allem nicht zu Studienbeginn!

Deine Tipps für Studienanfänger?

Zuerst: Lasst euch nicht verrückt machen. Man kriegt das hier alles hin, auch wenn es zwischendurch mal mühsam wird. Gerade die ersten Wochen sollte man in vollen Zügen genießen und so viele nette Leute wie irgendwie möglich kennenlernen. Und während des Studiums sollte man unbedingt auf die Medi-Meisterschaften fahren. Das ist ein nationales Fußballturnier, wo sich viele Medizinstudenten treffen und vor allem eins tun: feiern – und wie.

 

Malte Gauger, 22 Jahre, drittes Fachsemester Jura, aus Hamburg, in Hannover seit 2015, davor zwei Jahre in Neuseeland:

Wie vertreibt man sich Wochenenden in Hannover?

Ich bin relativ viel an der Uni. Sehr lecker Essen gehen kann man in Linden. Mein persönliches Lieblings- „Restaurant“ ist Street Kitchen auf der Limmerstraße in Linden. Dort bekommt man fast alle Gerichte frisch und vietnamesisch zubereitet für 5,50 Euro. Auch wenn das Personal nicht vor Freundlichkeit strotzt, das Essen dort ist der Hammer. Möchte man abends weggehen, so versuche ich, den Raschplatz zu meiden, was manchmal schlicht nicht geht in einer Stadt wie Hannover. Letztlich gibt es ein paar schöne Bars und die Faust in Linden und Umgebung. Ich wohne in der Südstadt. Dort ist es ruhiger. Ein paar nette Lokalitäten sind dennoch zu finden.

Wie kommt man runter?

Ich fahre sehr gerne Rennrad. In der grünsten Stadt Deutschlands ist das wirklich keine Kunst. Man kann nett an der Ihme oder am Maschsee unterwegs sein. Die reine Innenstadt um den Kröpcke herum würde ich bei schönem Wetter meiden. Auch hat Hannover einen sehr schönen Zoo. Es gibt günstige Nachmittagstickets für sechs Euro.

Die schönste Ecke der Uni?

Der Welfengarten hinter dem Schloss ist natürlich wunderschön. Die Mocha Bar im Hörsaalgebäude des Conti-Campus ist jedoch nicht zu toppen mit leckerem Kaffee und sehr netten Mitarbeiterinnen. Der Conti-Campus an sich ist eine sehr schöne Ecke, insbesondere im Sommer. Nicht zu empfehlen ist die Hauptmensa.

Deine Tipps für Studienanfänger?

Sucht euch ein paar Freunde, erkundet die Stadt und die Uni. Es gibt viel mehr Angebote als man denkt. Hannover ist eine wirklich schöne Stadt. Beteiligt euch in außerplanmäßigen Aktivitäten! Geht auch mal ins Theater.

von Sebastian Scherer


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Hannover in Zahlen

  • Bundesland: Niedersachsen
  • Landkreis: Region Hannover
  • Fläche: 204,14 km²
  • Einwohner: ca. 550.000
  • Bevölkerungsdichte: 2552 Einwohner je km²
  • Postleitzahlen: 30159 - 30669
  • Ortsvorwahl: 0511
  • Kfz-Kennzeichen: H
  • Lage: 52° 22´ N / 9° 43´ O
  • Wirtschaft: Firmendatenbanken
  • int. Flughafenkürzel: HAJ
  • Stadtverwaltung: Trammplatz 2
     30159 Hannover
     Telefon: 0511 168-0
  • Oberbürgermeister: Stefan Schostok