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Meine Stadt Hannover: Videoüberwachung auf S-Bahnhöfen bleibt
Hannover Meine Stadt Hannover: Videoüberwachung auf S-Bahnhöfen bleibt
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00:18 13.07.2015
SIE BLEIBT: Die Videoüberwachung auf S-Bahnhöfen in der Region Hannover. Das angekündigte Aus ist auf eine Kommunikationspanne bei der Bahn zurückzuführen. Quelle: Emre Yaylagülü
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Hannover

In der vergangenen Woche hatte die Bahn für die Region Hannover noch die Demontage der Videoaufzeichnung angekündigt (NP berichtete) - offenbar ein schwerer Kommunikationsfehler. „Ein Rückbau von Videotechnik gehört nicht zur Strategie der DB. Anderslautende Äußerungen geben nicht die Position des DB-Konzerns wieder“, heißt es jetzt von Seiten des Unternehmens. Nach NP-Infos soll die Ankündigung, die Videoüberwachung in der Region Hannover einzustellen, ohne Absprache mit der Konzernspitze erfolgt sein.

Das Kommunikationswirrwarr bei der Bahn war nach einer Mitteilung des Regionspräsidenten in der jüngsten Sitzung des Verkehrsausschusses Anfang Juli zu Tage getreten. Dort hieß es: „Nun hat die DB AG auf Anfrage der Verwaltung abschließend schriftlich erklärt, unter anderem auch aufgrund der immer höheren Auflagen zur Einhaltung des Datenschutzes, S-Bahnstationen nicht mehr mit Kameras und Notrufsäulen auszustatten. Auch die bestehenden Geräte könnten nach Ablauf ihrer Funktionsfähigkeit nicht erhalten werden.“

Auf Nachfrage sagte die Sprecherin des Datenschutzbeauftragten des Landes Berlin: „Dass die Bahn die Videoüberwachung aufgrund immer höherer Auflagen beim Datenschutz einstellen muss, diese Behauptung trifft nicht zu“, so Anja-Maria Gardain. Ihr Haus habe keine neuen Auflagen erlassen. Berlin ist wegen des Sitzes der Bahn bundesweit für die S-Bahnhöfe zuständig.

Inzwischen hat sich sogar Bahn-Vorstand Gerd Becht eingeschaltet, zuständig unter anderem für Datenschutz, Recht und Konzernsicherheit. „Videotechnik ist für die DB eine entscheidende Säule des Sicherheitskonzepts. In enger Abstimmung mit der Bundespolizei arbeiten wir an einer Verbesserung und Ausweitung, um Bahnhöfe und Züge noch sicherer zu machen“, so Becht. Im Rahmen des Ausbaus der Videotechnik werde man auch veraltete Technik ersetzen und vereinheitlichen.

Das Unternehmen weist außerdem darauf hin, dass es bundesweit allein in diesem Jahr mehr als 700 neue Videokameras an 100 Bahnhöfen installieren wolle. Insgesamt flössen bis Ende 2019 mehr als 60 Millionen Euro von DB und Bundespolizei in Ausbau und Modernisierung von Videotechnik an Bahnhöfen.

Bei der Region Hannover wurde die überraschende Wende bei der Bahn gestern äußerst positiv aufgenommen: „Wir begrüßen es, dass die DB ihre Haltung zum Thema Videoüberwachung an den S-Bahn-Stationen überdenkt. Die Kombination von Notrufsäulen und Kameras, die durch Alarmierung ausgelöst werden, ist aus unserer Sicht wichtig, um das subjektive Sicherheitsgefühl der Fahrgäste zu erhöhen“, sagte Regionssprecher Klaus Abelmann.

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