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© Christian Behrens

Vermisst

Hannover: Verzweifelte Mutter sucht Sohn

Es ist auf den Tag einen Monat her, dass Mihail T. seine Wohnung an der Straße Im Heckenweg (Herrenhausen) verließ. Seitdem ist der 34-Jährige verschwunden. Spurlos.

Hannover. Seine Mutter Roza (64) ist verzweifelt. Sie weiß schon nicht mehr, wo sie noch nach ihrem Jungen suchen soll. Eine Vermisstenanzeige bei der Polizei und eine bundesweite Fahndung liefen bislang ins Leere. Jetzt wendet sich die 64-Jährige an die Öffentlichkeit, mit einem eindringlichen Appell: „Bitte helfen Sie mir, Mihail zu finden!“

Am Tag vor seinem mysteriösen Verschwinden hatte die Mutter noch mit Mihail telefoniert. Er hatte seinen Schlüssel verloren und musste deshalb seine Wohnungstür aufbrechen. Nach dem Gespräch hat sie nichts mehr von ihrem Sohn gehört. Und das ist ungewöhnlich: „Wir haben sonst immer alle zwei Tage telefoniert“, berichtet Roza T. Außerdem sei es nicht die Art ihres Sohnes, einfach tage- oder gar wochenlang abzutauchen: „Das hat er nie getan“, so die 64-Jährige.

Sie ist krank vor Sorge. Nicht zuletzt, weil der Vermisste unter einer Psychose leidet. „Ich muss endlich wissen, was mit ihm passiert ist“, sagt die Mutter. Mysteriös ist, dass Mihail fast nichts mitgenommen hat. In seiner Wohnung blieben eine Reihe persönlicher Gegenstände zurück. „Portemonnaie mit Geld, Handy, seine EC-Karte und seine Krankenversicherungskarte lagen auf dem Tisch im Wohnzimmer“, erklärt Roza. Der 34-Jährige könnte aber seinen moldauischen Ausweis bei sich haben. Das Dokument hat die Mutter in der Wohnung nicht gefunden. Vor 18 Jahren war die Familie aus der Republik Moldau nach Deutschland gekommen.

Gleich nach seinem Verschwinden fing die 64-Jährige an, mögliche Orte in Hannover abzuklappern, wo sich Mihail aufhalten könnte. Ohne Ergebnis. Auch die Polizei hat nach ihm gefahndet. Mehrere Adressen in Hannover und außerhalb sowie eine Gartenkolonie seien überprüft worden, berichtet Sprecher Holger Hilgenberg: „Das Gleiche gilt für die Krankenhäuser.“ Ebenfalls alles ohne Erfolg. „Es gibt überhaupt keine Hinweise, wo er sein könnte. Er ist inzwischen zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben“, so Hilgenberg. Heißt: Sollte Mihail in eine Polizeikontrolle geraten, wüssten die Kollegen, dass der 34-Jährige gesucht wird. Anhaltspunkte, dass er Opfer einer Straftat geworden sein könnte, liegen ebenfalls nicht vor. Roza T. hat natürlich schon daran gedacht, dass ihr Junge auch tot sein könnte - und den Gedanken gleich wieder verworfen. Sie ist sich sicher: „Er lebt!“

Britta Mahrholz


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