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Meine Stadt Hannover: Tunesier bleibt zwei Jahre in Haft
Hannover Meine Stadt Hannover: Tunesier bleibt zwei Jahre in Haft
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14:07 27.03.2017
Kais B. (39) bleibt noch etwas länger in Gefangenschaft. Quelle: Kutter
Hannover

Dieser Fall nimmt einfach kein Ende: Am Freitag wurde Kais B. (39) zu zwei Jahren Haft verurteilt. Ursprünglich sollte der Tunesier ein Jahr ins Gefängnis. Die Staatsanwaltschaft legte jedoch Berufung ein – mit Erfolg.

Kais B. hatte seiner damaligen Frau, einer 37-jährigen Ärztin aus Hannover, im Januar 2016 die gemeinsam Kinder (neun und sieben Jahre alt) entzogen und mit nach Tunesien genommen. Dort leben sie noch immer bei ihren Großeltern. Auch am Freitag gab sich der Angeklagte wieder diplomatisch und betonte, auch er wolle eine Lösung. Man solle doch die Kinder einfach fragen, wo sie leben wollen.

Richterin und Staatsanwalt bleiben hart

Für Staatsanwalt Ralf Bettermann waren die Worte von Kais B. „ein Witz: Sowohl ein deutsches als auch ein tunesisches Gericht haben bereits geurteilt, dass die Kinder zurück zu ihrer Mutter kommen“, sagte der Staatsanwalt. Auch Richterin Kirsten Schwerin widersprach dem Angeklagten: „Bei der Frage nach dem Kindeswohl geht es nicht darum, was die Kinder sagen.“ Diese könnten aus etlichen Motiven Aussagen treffen, so die Richterin weiter.

Offen bleibt aber, wann die Kindern wirklich wieder nach Deutschland kommen. Aktuell sind sie noch immer in Tunesien.

Von Timo Gilgen

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