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Meine Stadt Hannover: Studentenvertreter kritisieren Umgang mit Studiengebühren
Hannover Meine Stadt Hannover: Studentenvertreter kritisieren Umgang mit Studiengebühren
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14:14 17.08.2010
Streit ums Geld: Studenten kritisieren den Umgang der Uni mit den Studiengebühren. Quelle: Decker
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Hannover. Ohne Studiengebühren würde aus Sicht der Studentenvertreter in Niedersachsen der Hochschulbetrieb zusammenbrechen. Die Gebühren seien vielerorts zu einem Teil der Grundfinanzierung geworden, sagte der Sprecher des Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS), Alexander Lang, am Dienstag in Hannover.

An vielen Orten würden die Grenzen zwischen dem zusätzlichen Angebot - wofür die Studiengebühren vorgesehen sind - und dem regulären Angebot verschwimmen. „Da werden einige Ausgaben aus dem Kernhaushalt der Universitäten herausgeholt“, sagte der hochschulpolitische Referent des AStA der Universität Hildesheim, Caspar Heybl. So würden beispielsweise Laborausstattungen, Exkursionen oder Juniorprofessuren mit den Gebühren bezahlt. Ein Großteil dieser Maßnahmen müsste aber vom Land bezahlt werden, so Heybl.

Zwar trügen viele Maßnahmen zur Verbesserung des Studiums beit. „Dass in einem strukturell unterfinanzierten Bildungssystem mehr Geld bessere Studienbedingungen möglich macht, ist aber völlig klar“, sagte Lang. Das Wissenschaftsministerium bekräftigte die Notwendigkeit der Studiengebühren. Die Beiträge dienten der zusätzlichen Verbesserung der Bedingungen in Niedersachsen und würden vollständig bei den Hochschulen verbleiben, teilte ein Sprecher am Dienstag mit. So hätten den Hochschulen von 2006 bis 2009 insgesamt 291,4 Millionen Euro zur Verbesserung der Bedingungen zusätzlich zur Finanzierung durch das Land zur Verfügung gestanden.

Die Landesvertretung der ASten forderte dagegen die Abschaffung der Studiengebühren. Die Universitäten sollten stattdessen durch eine Restrukturierung der Hochschulen sowie des Landeshaushaltes finanziert werden, sagte Heybl. Auch die Linksfraktion im Landtag bekräftigte ihre Forderung nach einer Abschaffung der Studiengebühren. „Die soziale Schieflage und die finanzielle Lage der Studierenden haben sich seit der Einführung der Gebühren verschlechtert“, sagte der wissenschaftspolitische Sprecher der Linken, Victor Perli.

Weniger als 14 Prozent der Studierenden in Niedersachsen käme aus ärmeren Verhältnissen, knapp 40 Prozent müssten mit weniger als 700 Euro im Monat auskommen, sagte Perli. dpa

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