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Nahverkehr

Hannover: Streit um Probleme mit der D-Linie

Ab in den Tunnel: Am Sonnabend musste die Üstra die Linie 10 unterirdisch fahren lassen – zu viel Verkehr auf der Kurt-Schumacher-Straße. Vor Chaos im Weihnachtsverkehr hatte die Üstra schon vor vier Jahren gewarnt, noch bevor die oberirdische D-Linie gebaut wurde. Nun streitet sich auch die Politik in Hannover um das Problem.

Hannover. Ein Verkehrskollaps hat Folgen: Nachdem am Sonnabend die Linie 10 für vier Stunden durch den Tunnel hatte fahren müssen, weil zu viele Autos auf der Kurt-Schumacher-Straße sowie unterwegs waren, streiten sich CDU und Grüne. Felix Blaschzyk, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion, fordert sogar personelle Konsequenzen.

„Das Wochenende hat gezeigt, dass die oberirdische Strecke eine totale Fehlplanung ist und einen erheblichen Schaden für die Mobilitätsinfrastruktur der Innenstadt darstellt“, ärgert sich Blaschzyk. Er bezeichnet die 55 Millionen Euro teure Trassenführung als „den Höhepunkt eines verkehrspolitischen Offenbarungseides“.

Kritik  an der Planung der Region sei ignoriert und durch schön gerechnete Gutachten vom Tisch gewischt worden.“, so Blaschzyk. Der CDU-Mann weiter: „Dem zuständigen Regionsdezernenten stünde es gut zu Gesicht, als energischer Verfechter der D-Linie Verantwortung für dieses Millionengrab zu übernehmen.“ Ein runder Tisch müsse her.

Die Grünen in der Region haben eine andere Sicht der Dinge. „Die Linie 10/17 darf nicht den Autos weichen“, findet Fraktionschefin Brigitte Nieße. „Wenn viele Menschen mit dem Auto an den Adventswochenenden in die Innenstadt fahren, darf dies nicht heißen, dass Stadtbahnfahrende Umleitungen und Streckenkürzungen in Kauf nehmen müssen.“ Der erste Belastungstest sei auf Kosten der Stadtbahnnutzer gegangen.

von Vera König


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