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PRÄCHTIG: Das Eingangsportal des Stöckener Friedhofs (oben). Idyllischer gehts im Inneren zu, vor allem rund um den großen Teich.

PRÄCHTIG: Das Eingangsportal des Stöckener
Friedhofs (oben). Idyllischer gehts im Inneren
zu, vor allem rund um den großen Teich.© NANCY HEUSEL

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Fest

Hannover: Stöckener Friedhof feiert 125. Geburtstag

Der schönste Teil des Stöckener Friedhofs ist zugleich eine Katastrophe. Zumindest eine „friedhofswirtschaftliche Katastrophe“, wie es Cordula Wächter, Leiterin der städtischen Friedhöfe, nennt.

Hannover. Die große Teichanlage, drumherum sanft geschwungene Hügel. Geld lässt sich damit nicht verdienen. Im Gegenteil. Die Pflege der Anlage kostet. Und doch will Wächter sie nicht missen. Sie steht für das, was das 55 Hektar große Gräberfeld ausmacht. „Der Stöckener Friedhof ist unser Parkfriedhof“, erklärt sie.

In diesem Jahr wird er 125 Jahre alt. Das wird am Sonntag (ab 11 Uhr) mit einem Fest gefeiert. Es gibt Musik, Vorträge und Spiele für Kinder. Friedhofschefin Wächter selbst wird die Geschichte des Areals bei einem Rundgang erklären. Die Etappen seiner Entstehung sind noch heute gut zu erkennen. Und sie spiegeln den jeweiligen Zeitgeist wieder. Bei seiner Eröffnung im Jahr 1891, zu Kaisers Zeiten, ging es noch streng hierarchisch zu. An den Wegen die prächtigen Familiengräber. Dahinter versteckt die Reihengräber für die ärmeren Bevölkerungsschichten.

Erste Auflockerungen in die Strukturen brachte Gartenbaudirektor Julius Trip, der günstigere Familiengräber einführte und vor allem: Das viele Grün, das den Friedhof noch heute prägt. Noch deutlicher der Bruch in den 1920er Jahren. Weimar, die erste deutsche Demokratie, zeigte sich auch in Stöcken. Größe und grobe Form der Grabsteine wurden vorgeschrieben. Unterschiede in Macht und Reichtum sollten nicht mehr so sichtbar sein.

Und noch heute ist der Stöckener Friedhof im Wandel. Davon zeugen mehr als 1500 muslimische Gräber sowie die neuen Baumgräber, bei denen einfache Grabplatten um die Gehölze herum gruppiert werden. „Die Leute wollen einen Ort haben, an dem sie trauern können, aber den sie nicht selbst pflegen müssen. Das ist der Trend“, sagt Wächter.


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