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Meine Stadt Hannover: Startschuss für Anschluss ans Netz der Zukunft
Hannover Meine Stadt Hannover: Startschuss für Anschluss ans Netz der Zukunft
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19:19 07.06.2011
ZUKUNFT: Telekom-Experte Gerald Voigt zeigt Glasfasernetz-Zubehör Quelle: Decker
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Hannover

Die Telekom trommelt für ihr Datennetz der Zukunft – jetzt sollen hannoversche Hauseigentümer und Mieter auf den Geschmack gebracht werden. Darum gibt es nun einen Infocontainer – etwas großspurig als „gläsernes Wohnzimmer“ tituliert – auf dem Georgsplatz, in Sichtweite der Oper: Klassik trifft Zukunft. Und in den Stadtteilen Linden, Südstadt und Bult strömen nun die Werber aus, wollen möglichst viele Menschen in den rund 45 000 Haushalten vom superschnellen Internetzugang per Glasfaserkabel überzeugen.

Bei Interesse und Einverständnis des Immobilieneigentümers wird die Glasfaser bis ins Haus, in Mehrfamilienhäusern bis auf die Etagen gelegt. Bis zur Anschlussdose können die Daten dann mit 100 Megabit je Sekunde (Mbit/s) düsen, auf Wunsch mit Aufpreis bis zu 200 Mbit/s. Alle anderen Stadtteile müssen zunächst mit niedrigeren Geschwindigkeiten vorlieb nehmen: von der Telekom gibts weiterhin „nur“ 50 Mbit/s per VDSL. Konkurrent Kabel Deutschland bietet in der Region Hannover schon heute bis zu 100 Mbit/s Internetzugang via TV-Kabelanschluss.

Wer als Eigentümer den Glasfaseranschluss will und bis 17. Juli einen Vertrag unterschreibt, spart Geld: Bis dahin soll es kostenlos sein, danach mehrere hundert Euro kosten. Wer als Vermieter Kunde sein will, kann Vorverträge abschließen – und hoffen, dass sein Vermieter zustimmt. Läuft der Netzanschluss dann irgendwann ab Mai 2012, sind mindestens 45 Euro monatlich fällig – nur für die Frühbucher. Nicht überall kann das Glasfaserkabel ohne Straßenaufriss verlegt werden – Telekom-Man Gerald Voigt verspricht: „Im Innenstadtbereich ist so gut wie gar nichts aufzureißen.“

Und Sprecher Lothar Steinke gibt zu: Die Glasfaser wird auch für andere Anbieter zugänglich sein – man muss also nicht Telekomkunde werden, wenn die Leitung einmal im Haus liegt. Doch während Voigt sagt: „Der Hunger nach mehr Bandbreite ist da“, sieht Ralf Kleint, Chef des lokalen Wettbewerbers „htp“ (bietet bis zu 16 Mbit/s), die Geschwindigkeitsfrage als ausreichend gelöst an: „Die meisten Kunden sind mit 4 Mbit/s zufrieden – höhere Bandbreiten braucht man vor allem zum Fernsehen über Internet – und das ist noch sehr selten.“

Am Mittwoch startet die Telekom die Umsetzung in die Praxis: In der Alten Döhrener Straße beginnen die Bauarbeiten für das Glasfasernetz – erster Spatenstich mit OB Stephan Weil.

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