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AUSLAUFMODELL: In der Zukunftsplanung der Stadtwerke spielt das Steinkohlekraftwerk Mehrum in Hohenhameln keine Rolle mehr.© Julian Stratenschulte

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Energie

Hannover: Stadtwerke lassen Dampf ab

Das Steinkohlekraftwerk Mehrum in Hohenhameln wird für die Stadtwerke Hannover zum Auslaufmodell. Die Abschreibungen laufen; das Ende ist absehbar - irgendwann in fünf oder zehn Jahren, maximal 15 Jahren. Das hat gestern der Aufsichtsrat erfahren, als er die Zukunftsstrategie des kommunalen Energieversorgers diskutierte.

Hannover. Im November will der Vorstand seine Unternehmensziele bis zum Jahr 2025 präsentieren und beschließen lassen. Den Weitblick haben Geschäftsführung und Kontrollgremium schon dokumentiert: Obwohl Susanna Zapreva-Hennerbichler erst im März Nachfolgerin von Stadtwerke-Chef Michael Feist wird, nahm sie wie selbstverständlich an dem Arbeitstreffen teil. „Sie soll frühzeitig eingebunden sein und die Zukunft mitgestalten können“, heißt es dazu.

Erfreut wird die derzeitige Geschäftsführerin der Wien Energie GmbH gehört haben, dass ihr künftiger Arbeitgeber die Folgen der Energiewende besser als seine Mitbewerber meistert. Nach NP-Informationen wird der Gewinn - anders als im Wirtschaftsplan erwartet - nicht von 90 auf 74 Millionen Euro einbrechen. 80 Millionen sind die neue Zielzahl.

Im 20-köpfigen Kontrollgremium ist die künftige Ausrichtung unumstritten: Neben den Klassikern Gas, Wärme und Wasser setzen die Stadtwerke Hannover auf erneuerbare Energie und alternative Geschäftsfelder. Dazu gehört Contracting (Bereitstellung von Betriebsstoffen und Betrieb zugehöriger Anlagen) ebenso wie E-Mobilität.

Mit einer von Aufsichtsrat Dieter Küßner vorgeschlagenen Verkleinerung des Vorstandes von drei auf zwei Köpfe haben sich weder seine Kollegen noch die Geschäftsführung beschäftigt. „Unnötig und nicht umzusetzen“ findet man diese Idee. Wenn nach Stadtwerke-Chef Michael Feist im März 2017 altersbedingt Arbeitsdirektor Jochen Westerholz aus dem Amt scheide, lasse sich der Posten nicht einfach einsparen. Und auch ein Technikvorstand wie Harald Noske (sein Vertrag läuft im März 2018 aus) sei nicht verzichtbar.


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