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Meine Stadt Hannover: Stadt soll Wirksamkeit von Anwohnerparken prüfen
Hannover Meine Stadt Hannover: Stadt soll Wirksamkeit von Anwohnerparken prüfen
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00:16 12.03.2017
Ratlose Politik: Anwohnerparke gibt es bereits in der Theodorstraße (Mitte). Die Politik kann sich noch nicht entscheiden, ob dieses Mittel Fluch oder Segen ist.   Quelle: Christian Behrens
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Hannover

 Doch wie komplex das ist, zeigt dabei eine der zentralen Forderungen: der Wunsch nach mehr Anwohnerparkplätzen. „Die Verwaltung soll prüfen, ob die Situation in den innenstadtnahen Vierteln dadurch verbessert werden kann“, sagt die verkehrspolitische Sprecherin der grünen Ratsfraktion, Elisabeth Clausen-Muradian. Bislang gibt es kostenpflichtige Anwohnerparkplätze unter anderem in der Altstadt, im Gerberviertel sowie im Nikolaiviertel. Grundsätzlich sei es möglich, weitere Anwohner-Parkzonen in anderen Vierteln einzurichten, so Stadtsprecher Alexis Demos. Aber: „Dafür bedarf es einer Einzelfallprüfung und eines politischen Beschlusses. Ein Kriterium für die Einrichtung solcher Zonen ist ein nachgewiesener Mangel an privaten Stellflächen. Hierfür müssen Erhebungen durchgeführt werden, um nachweisen zu können, dass der Mangel keine regelmäßigen, vor allem aber keine ausreichenden Parkmöglichkeiten in ortsüblicher Entfernung für die Anwohner zulässt.“

Ratsfrau Clausen-Muradian steht zwar hinter dem Bündel an Vorschlägen des Mehrheitsbündnisses, sagt jedoch offen: „Anwohnerparkplätze sind keine Ideallösung. Damit schaffen wir ja keinen neuen Parkraum.“ Auch der Südstadter Bezirksbürgermeister Lothar Pollähne hält nur wenig von Anwohnerparkplätzen. Warum? „Wenn wir das an einer Ecke in der Südstadt zulassen, müssen wir das irgendwann überall machen. Also lassen wir es, um keine Begehrlichkeiten zu wecken“, so der SPD-Mann. Und auch im Bezirksrat Vahrenwald-List steht die Parkplatznot zwar regelmäßig auf der Agenda, ein Antrag für Anwohnerparkplätze wurde aber auch hier bislang nicht gestellt. Dabei würde das in den Bereichen der Lister Meile sogar Sinn ergeben, sagt Bezirksratsbetreuer Peter Meyer – und nennt das selber „irgendwie erstaunlich“.

Am Ende bleibt also weiter die große Parkplatznot, mit der die Politik die Bürger offenbar auch in Zukunft allein lässt. Pollähne fasst es so zusammen: „Es gibt keine Lösung für diese Situation. Und wenn, dann ist es immer nur eine Scheinlösung.“

Von Britta Lüers

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