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Meine Stadt Hannover: Stadt holt ihre Rentner zurück
Hannover Meine Stadt Hannover: Stadt holt ihre Rentner zurück
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00:15 30.09.2015
Quelle: Wilde
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Hannover

„Wer in den vergangenen zwei Jahren aus Altersgründen ausgeschieden ist, bekommt das Angebot, zeitlich befristet wenigstens halbtags zu arbeiten“, sagt Personaldezernent Harald Härke.

Mit OB Stefan Schostok hat mit Härke die flexible Lösung zur Personalgewinnung vereinbart. Weil die Stadt damit rechnet, dass ihr 7000 Flüchtlinge zugewiesen werden (doppelt so viele wie bisher), braucht sie mindestens 140 zusätzliche Stellen. Der Markt an Experten, die Anträge bearbeiten, als Ansprechpartner in Notunterkünften arbeiten und Wohnraum suchen und ausstatten können, ist aber so gut wie leergefegt.

Ungewöhnliche Methoden sollen helfen - und zwar ohne langwierige Ausschreibungs- und Besetzungsverfahren. „Zum einen bitten wir verdiente Mitarbeiter zurück. Zum anderen machen wir vielen, die eigentlich in Rente gehen wollen, das Angebot, noch ein bisschen länger zu bleiben“, so Härke.

Noch ist ungewiss, wie viele ehemalige Mitarbeiter oder Bald-Rentner auf diese Vorschläge eingehen. Zusätzlich bietet die Stadt deshalb Qualifizierungskurse an. Innerhalb von drei Monaten sollen die Teilnehmer lernen, Flüchtlinge zu registrieren oder Aufenthaltstitel zu erstellen. Außerdem will die Stadt mehr Auszubildende einstellen - 50 statt 25 im gehobenen und 40 statt 20 im mittleren Dienst.

Härke räumt ein, das Ganze sei ein Spagat. Schließlich sieht das „Haushaltsicherungskonzept IX plus“ Personalabbau vor. Auch bei der internen Stellenverschiebung wird die Verwaltung deshalb flexibel sein müssen.

Klaus Timaeus, langjähriger Büroleiter von Herbert Schmalstieg und Stephan Weil, kann sich eine Rückkehr durchaus vorstellen. „Wenn die Stadt mich ruft, bin ich da“, sagte er der NP.

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