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N PLANUNG: Die IGS Bothfeld soll eine Oberstufe bekommen.© Treblin

Schule

Hannover: Stadt baut neues Gymnasium

Das Gymnasium Limmer hat als 17. Gymnasium Hannovers erst zum Schuljahresbeginn 2016/17 seinen Betrieb aufgenommen. Jetzt plant die Stadt schon das nächste, spätestens zum Schuljahr 2022/23 soll dort unterrichtet werden.

Hannover. Grund für diese Maßnahme: In Hannover fehlt es an Plätzen, konkret sind es 120 bis 150. Dafür hat die Stadt drei Gründe ausgemacht: Die Einstellung der Eltern, die ihre Kinder auch bei durchschnittlichen Leistungen im Zweifel auf das Gymnasium schicken, eine hohe Anzahl an Wiederholern in Klasse fünf sowie ein erhöhter Anteil inklusiv beschulter Kinder, wodurch sich das Angebot aufgrund der Doppelzählung reduziert.

Als Alternative zu einem Neubau hat die Verwaltung Erweiterungsmöglichkeiten an allen hannoverschen Gymnasien überprüft – mit dem Ergebnis, dass dies baulich und räumlich nur an der Wilhelm-Raabe-Schule (Südstadt) geht. „Deshalb schlagen wir ein 18. Gymnasium vor. Dies auch vor dem Hintergrund, dass wir uns verpflichtet fühlen, dem Wunsch der Eltern nachzukommen, die ihr Kind an einem Gymnasium anmelden wollen“, sagte Bildungsdezernentin Rita Maria Rzyski, die die Pläne gestern im Ausschuss für Schule und Bildung  präsentierte. Einen Standort für den Neubau gibt es noch nicht.

Das Gymnasium ist in Hannover die mit Abstand beliebteste Schulform, im aktuellen Schuljahr besuchen knapp 53 Prozent aller Fünftklässler diese Schule. Insgesamt gibt es 14 916 Gymnasiasten, eine Zunahme von 1,3 Prozent zum vergangenen Schuljahr.

Beliebt ist aber auch die Integrierte Gesamtschule (IGS), auch hier verzeichnet die Stadt seit Jahren steigende Schülerzahlen. Zurzeit sind 10 743 Schüler dort angemeldet – ein Plus von 2,2 Prozent zum Schuljahr 2016/17. Besonders begehrt sind Gesamtschulen mit einer Oberstufe, deswegen muss die Stadt auch hier ausbauen. Die Dezernentin kündigte an, dass die IGS Bothfeld eine vier- bis fünfzügige Oberstufe mit einem Erweiterungsbau erhalten soll, während für die IGS Südstadt an eine Kooperation in der Oberstufe mit einem Gymnasium gedacht ist – wie etwa zwischen der IGS Stöcken und dem Gymnasium Goetheschule.

„Räumlich können wir eine Oberstufe an der IGS Südstadt nicht vollständig realisieren“, so Rzyski. Wann das Oberstufenprojekt an den beiden Gesamtschulen startet, sagte die Dezernentin am Mittwoch nicht. Im Frühjahr will die Stadt ihre Pläne so weit konkretisiert haben, dass sie zur Abstimmung der Ratspolitik vorgelegt werden können.

von Andreas Voigt


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