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Meine Stadt Hannover: Sprengel Museum wird zur Dauerbaustelle
Hannover Meine Stadt Hannover: Sprengel Museum wird zur Dauerbaustelle
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00:16 15.05.2017
Lange BAUSTELLE: Im Altbau des Sprengel Museum muss der Brandschutz erneuert werden. Quelle: Foto: Behrens
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Hannover

 Die Neueröffnung des Sprengel Museum ist nicht einmal zwei Jahre her. Doch bereits ab Mitte 2018 wird es erneut zur Dauerbaustelle. Wie die Stadt gestern mitteilte, soll die geplante Brandschutzsanierung im Altbau 3,5 Jahre dauern. Laut einer ersten Schätzung werden die Kosten bei rund vier Millionen Euro liegen.

Bitter für Museumsdirektor Reinhard Spieler und die Besucher: Optisch aufgewertet wird das Haus trotz jahrelanger Baustelle so gut wie nicht. „Das ist das Wesen aller Brandschutzmaßnahmen: Man sieht nichts, was das Objekt schöner macht“, sagte Wirtschafts- und Um­weltdezernentin Sabine Tegt­meyer-Dette der NP. Sie hält die geplante Baumaßnahme trotzdem für „eine gute Investition, weil sie lebensrettend sein kann.“ Trotz jahrelanger Baustelle soll der Altbau durchgehend geöffnet bleiben. „Es wird definitiv keine Komplettschließung geben“, versichert Kulturdezernent Harald Härke. Im Sommer 2018 sollen die Arbeiten be­ginnen. Erste Teilschließungen wird es 2019 geben.

Um im Zuge des Millionen Euro teuren Brandschutzes auch gleich den Altbau grundlegend optisch auf den neuesten Stand zu bringen, fehlt der Stadt das Geld. „Die Priorität liegt derzeit auf den rechtlich notwendigen Arbeiten. Wir setzen zum Beispiel viel Brandschutz an den Schulen um, haben einen großen Bedarf an Kitaplätzen und müssen auch zusätzliche Räume für die Inklusion schaffen“, erklärte Tegtmeyer-Dette.

Das Sprengel Museum befinde sich „insgesamt in gutem Zustand. Wir halten es laufend instand“, sagte sie. Kulturdezernent Härke sieht das genauso. Eine Generalüberholung des Altbaus sei „nicht notwendig“.

Derzeit werde allerdings geprüft, ob im Altbau Bodenbeläge und die Treppe zur unteren Sammlung erneuert werden können. „Dafür müssen wir aber Geldgeber und kreative Finanzierungsmöglichkeiten finden. Allein aus dem Haushalt der Stadt wird das nicht gehen“, so Härke. Immerhin: Mit der Brandschutzsanierung soll im Sprengel Museum auch WLAN eingerichtet werden.

Unklar ist noch, in welchem Maße sich das Land an der Brandschutzsanierung beteiligen wird. Zuletzt hatte es dafür 800 000 Euro in Aussicht gestellt. Die Stadt hofft aber auf deutlich mehr. Am 2. Mai gab es dazu erneut Gespräche. Bisher ohne Ergebnis. „Aber wir befinden uns auf einem guten Weg der Einigung“, sagt Härke.

Von C. Bohnenkamp

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