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Hannover

Hannover: Sprengel Museum eröffnet

Das Sprengel Museum in Hannover eröffnete Freitag seinen 35,7 Millionen Euro teuren Erweiterungsbau. "Ich hoffe, dass uns das Publikum die Türen eindrückt", sagte Museumsdirektor Reinhard Spieler. Spieler ist zuversichtlich, dass die Qualität der Räume sich "in allen Herzen und Augen durchsetzen wird".

Hannover. Das 1979 gegründete Sprengel Museum zählt nach eigenen Angaben zu den bedeutendsten Museen für die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts in Deutschland. Sein Bestand ist durch Ankäufe, Schenkungen und Dauerleihgaben kontinuierlich angewachsen. Das neue Gebäude wurde vom Züricher Architekten Markus Peter entworfen. Der Anbau mit unterschiedlichen Raumformaten und Deckenhöhen - dem Konzept der "tanzenden Räume" - sowie einer ganzseitigen Glasfront soll rund 1.400 Quadratmeter an neuer Ausstellungsfläche bringen. So können künftig mehr Kunstwerke dauerhaft präsentiert werden.

Steigende Kosten und Terminverzögerungen hatten in den vergangenen Jahren allerdings für Kritik gesorgt. Wegen seiner schwarzen, eckigen Betonfassade ist der Neubau in der Bevölkerung umstritten. Niedersachsens Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic (Grüne) hatte das Konzept im Sommer ausdrücklich gelobt. Das Gebäude biete optimale Bedingungen, um sich ganz auf Bilder konzentrieren zu können, sagte sie bei einer Vorbesichtigung. "Hier kann man in Kunst versinken."

Ein Herzstück im Inneren ist der "Calder-Saal" mit einer spektakulären Treppe, der den Neubau mit dem bisherigen Museum verbindet. Der Neubau gibt in drei "Loggien" auch Blicke auf den hannoverschen Maschsee frei. Zur ursprünglichen Sammlung des Museumsstifters Bernhard Sprengel (1899-1985) gehören Werken von Picasso, Chagall, Macke, Beckmann, Marc, Klee, Feininger oder Nolde. Der Schokoladenfabrikant hatte sie 1969 der Stadt Hannover vermacht. Das Museum beherbergt auch das Archiv des aus Hannover stammenden Künstlers Kurt Schwitters (1887-1948).

Im Jahr 2000 schenkte die Künstlerin Niki de Saint Phalle (1930-2002) dem Museum rund 400 ihrer Werke. Die Eröffnungsausstellung unter dem Titel "Zehn Räume, drei Loggien und ein Saal" soll zunächst die Architektur des Neubaus in den Blick rücken. Zudem präsentiert das Museum die Ausstellung "Unsere Sammler. Unsere Stifter". Für das kommende Jahr sei die Schau "130 Prozent Sprengel" mit wertvollen Sammlungsbeständen geplant. Dafür werde die gesamte Ausstellungsfläche des Museums von 8.000 Quadratmetern umorganisiert, erläuterte Museumsdirektor Spieler.

An den Kosten des Erweiterungsbaus beteiligt sich das Land Niedersachsen mit 16,6 Millionen Euro, davon 11,6 Millionen aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Die Stadt Hannover beteiligt sich mit 14,1 Millionen Euro. Weitere fünf Millionen sollen aus Spenden kommen. epd


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  • Landkreis: Region Hannover
  • Fläche: 204,14 km²
  • Einwohner: ca. 550.000
  • Bevölkerungsdichte: 2552 Einwohner je km²
  • Postleitzahlen: 30159 - 30669
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