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Meine Stadt Hannover: Sprengel-Ausbau kommt etwas später
Hannover Meine Stadt Hannover: Sprengel-Ausbau kommt etwas später
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18:28 04.08.2010
Mit einem Modell des Erweiterungsbaus: Museumsdirektor Ulrich Krempel, Kulturministerin Johanna Wanka und Hannovers Kulturdezernentin Marlis Drevermann Quelle: dpa
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Gespart wird nicht, der Ausbau des Sprengel Museums ist in keiner Hinsicht gefährdet – er kommt nur ein wenig später: Kulturministerin Johann Wanka präsentierte Mittwoch nach einem ersten Besuch im Sprengel Museum („war lange geplant“) den leicht verschobenen Zeitplan für den Ausbau am Maschsee.

„Die fünf Millionen Euro vom Land sind sicher“, so die Ministerin. Verschoben seien allein die zwei Millionen Euro, die das Land im kommenden Jahr für den Ausbau bereit gestellt hat. Die hätte man sowieso nicht verbrauchen können, da erst einmal eine „Machbarkeitsstudie“ abgewartet wird, die bis zum Herbst fertig sein soll. Insofern hätten die Sparpläne des Landes keinerlei Einfluss auf die Verschiebung des Baustarts.

Die Studie soll ermitteln, wie viel vom Siegerentwurf des Schweizer Architekten Marcel Meili in den Budgetrahmen von den festgelegten Baukosten in Höhe von 25 Millionen Euro passt – wie viel Ausstellungsfläche sich etwa realisieren lässt. Von erwünschten 1900 Quadratmeter könnten dann nur gut 1400 übrig bleiben. „Wichtig ist“, so Sprengel-Direktor Ulrich Krempel, „dass wir ein funktionsfähiges Museum erhalten.“ Um im Kostenrahmen zu bleiben, müssten alle Vorschläge des Architekten auf den Prüfstand – die Lichtführung, der Bodenbelag. „Wir drehen an den kleinen Kostenschrauben.“ Wichtig sei vor allem, dass der „Esprit“ des ursprünglichen Entwurfs erhalten bleibe.

Der Entwurf des Museumsausbaus zeichnet sich vor allem durch „tanzende Räume“ aus, im rechteckigen Baukörper verschobene Ausstellungskuben. Die Fassade bilden versetzte, verspiegelte und halbdurchlässige Glassegmente hinter einer Baumreihe.

Die Bausumme setzt sich zusammen aus zehn Millionen Euro von der EU, je fünf Millionen von Stadt und Land sowie Drittmitteln (Spenden, Sponsoren, Sprengel-Freunde). Anfang 2012 sollen die Bauarbeiten beginnen, so Kulturdezernentin Marlis Drevermann. „Ich rechne damit, dass wir im ersten Halbjahr 2014 fertig sind.“

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