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Meine Stadt Hannover: Sommer-Uni mit großen Geistern
Hannover Meine Stadt Hannover: Sommer-Uni mit großen Geistern
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00:17 19.08.2017
SILBERGLANZ – VON DER KUNST DES ALTERS:
Hannover

 War das Mittelalter wirklich „finster“? Warum erlebt die Sofortbildfotografie im Digitalzeitalter ein Comeback? Wie altert man glücklich?

Fachlich fundierte Antworten auf (nicht nur) diese spannenden Fragen liefert die Sommer-Uni Hannover. Das spezielle Bildungsangebot für Interessierte jeden Alters startete Mittwoch im Lichthof der Leibniz-Uni.

„Die Sommer-Uni trifft den Nerv der Zeit, von den Geistes- bis zu den Naturwissenschaften ist alles dabei. Kafka, Rilke, Goethe, Leibniz – auch große Geister haben wir im Programm“, sagte Uni-Vizepräsident Peter Wriggers. Gut 500 Interessierte – weit jenseits des Studentenalters – applaudierten. Die Gäste saßen auch im Lichthof, um den Eröffnungsvortrag „Silberglanz – Von der Kunst des Alters“ zu hören. Den hielt Katja Lembke, Direktorin des Landesmuseums.

Doch zunächst verriet OB Stefan Schostok (SPD) in seinem Grußwort sein Rezept fürs Älterwerden: „Ich bin immer gerne älter geworden. Lebenslanges Lernen ist ernst zu nehmen.“ Außerdem lobte der OB nach einem Blick auf die vielen grauhaarigen Zuhörer: „Silber-Surfer, das sind die Älteren. Meine Mutter hat mit 77 Jahren keine Probleme mit dem Internet. Es lohnt sich immer Dingen auf den Grund zu gehen.“

Passend, dass Direktorin Lembke unter anderem den Philosophen Platon zitierte: „Der Blick des Verstandes fängt an, scharf zu werden, wenn der Blick der Augen an Schärfe verliert.“

„Die Veranstaltungen der Sommer-Uni sind gut nachgefragt“, sagte Thomas Bertram, Leiter Gasthörenden- und Seniorenstudium. Zu den Vorträgen kämen zwischen 100 und 250 Teilnehmer, bei den Seminaren seien es je 20 bis 40. Bereits ausgebucht sei der Vortrag „Das Mittelalter in 90 Minuten“. Bertrams Tipp: Für die Vorträge „Reanimation der Sofortbildfotografie“ (21. August, mit Präsentation einer Kamerasammlung) und „Leibnizens machina arithmetica“ – wie der Universalgelehrte und Namensgeber der hannoverschen Uni die Rechenmaschine erfand (28. August) sind noch Plätze frei.

Von Andreas Körlin

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