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Meine Stadt Hannover: So schwierig ist die Wohnungssuche geworden
Hannover Meine Stadt Hannover: So schwierig ist die Wohnungssuche geworden
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00:22 19.05.2018
Scheuen viele: Umzüge in Hannover. Die Intensität hat abgenommen – wohl auch, weil die Suche nach besseren oder günstigeren Wohnungen schwieriger geworden ist. Quelle: dpa
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Hannover

Wer in der letzten Zeit in Hannover eine neue Wohnung oder gar ein Haus gesucht hat, wird die Erfahrung gemacht haben: Das ist ganz schön schwierig geworden. Eine Erkenntnis, die nun auch offizielle Statistiken der Stadt belegen – die Wanderungsmotivbefragung 2017.

Die Verwaltung hat im vergangenen Jahr knapp 5000 Bürger befragt, die im Zeitraum Oktober 2015 bis September 2016 umgezogen sind. Bei 48 Prozent von ihnen hatte die Suche nach einer Wohnung oder einem Haus vier Monate oder länger gedauert. 26 Prozent suchten sogar länger als ein halbes Jahr.

Vor allem Familien hatten es schwer auf dem Wohnungsmarkt. 43 Prozent von ihnen suchten länger als sechs Monate, ein Viertel davon fand sogar erst frühestens nach einem halben Jahr eine neue Wohnung oder ein neues Haus. Ein weiterer Beleg dafür, dass es in Hannover unter anderem besonders an großen Wohnungen mangelt.

Hannoveraner fühlen sich wohl in ihrer Wohngegend

Auffällig ist auch, dass sich die Hannoveraner in den meisten Fällen in ihrer Wohngegend wohl fühlen. 39 Prozent suchten im gleichen Stadtteil, 32 Prozent in einem angrenzenden Stadtteil. Besonders gefragt sind Linden-Mitte und Linden-Nord, die Südstadt, List, Oststadt, Nordstadt sowie Bult und Kirchrode.

2015 zogen 7,4 Prozent aller Einwohner innerhalb der Stadt um. Nach Einschätzung der Stadt war die Veränderung des Wohnungsmarktes Ursache dafür, dass die Umzugsintensität gesunken ist. Wer dennoch umzog, musste in 66 Prozent der Fälle mehr zahlen als für seine alte Wohnung. Die gestiegenen Preise gerade bei Neuvermietungen werden also viele von einem Wechsel abgehalten haben.

Vor allem junge Menschen ziehen um – meistens wegen des Partners

Vor allem junge Menschen ziehen um. 38 Prozent derer, die im untersuchten Zeitraum eine neue Wohnung gesucht haben, waren zwischen 18 und 29 Jahren alt. Die größte Gruppe bildeten dabei mit 24 Prozent Paare ohne Kinder im Alter zwischen 18 und 35 Jahren.

Wenig überraschend sind die Gründe für Umzüge: Am häufigsten genannt wurden der Zusammenzug mit dem Partner (18 Prozent), der Wunsch nach einer größeren Wohnung (14 Prozent) sowie Trennung vom Partner oder dessen Tod (neun Prozent).

Von Christian Bohnenkamp

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